Filmgespräch: "Afrikaleidoskop meets ARTE: Sudan – Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges "
- Title
- Filmgespräch: "Afrikaleidoskop meets ARTE: Sudan – Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges "
- Abstract
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As part of the event series “Afrikaleidoscop meets ARTE,” the screening of the ARTE documentary "Sudan – Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges" and subsequent discussion took place on October 29, 2025, at 7:00 pm CEST at Kulturhaus Neueinhalb. The evening brought together students, researchers, and members of the wider public for a shared viewing of ARTE’s powerful documentary on Sudan.
Since April 2023, Sudan has been devastated by a violent civil war over control of Africa’s third-largest country. More than 25 million people are facing hunger, and around 12 million have been displaced. Hundreds of thousands have fled to the remote Nuba Mountains — a region lacking roads, mobile networks, and adequate medical care.
The ARTE documentary follows surgeon Joseph Yacoub, who has run a hospital in the Nuba Mountains for nearly 30 years. As the only surgeon in the region, he treats hundreds of patients every day — from pregnant women and malnourished children to those wounded by the conflict. Together with his team, he works tirelessly to sustain medical care under extreme conditions while training young professionals who may one day carry his mission forward.
Following the screening, filmmakers Laura Salm and Carl Gierstorfer joined the audience for a discussion about the making of the film, the challenges of reporting from a remote war zone, and the ethical responsibility of documentary storytelling in times of crisis. The exchange provided deeper insight into the humanitarian situation in Sudan and created space for questions and reflections from the audience.
The event was recorded and is also available in ARTE’s media hub. - YouTube playlist
- Afrikaleidoskop meets ARTE
- Date
- February 27, 2026
- Language
- German
- Transcript
- Ja, so äh erstmal verdauen erstmal noch mal danke, dass ihr da seid und offiziell noch mal im Namen des Excellenzklassers Africa Maltebel der Uni bei Reut und dem Kulturs der Arte begrüße ich Sie hier zu der Aufzeichnung und dem dem Filmabend noch mal Laura Salm und Karl Gersdorfer. Bevor wir loslegen, würde ich gerne ein paar biographische Angaben machen, damit damit wir wissen, mit wem wir es hier zu tun haben, sozusagen. Also Laura ist Buchorin und freie Print und Radiojournalistin. Sie befasst sich vor allen Dingen mit gesundheits und gesellschaftlichen Themen in Afrika. Ihre Texte erscheinen unter anderem bei The Lancet, Frankfurt allgemeine Sondagzeitung und Terraat und Music Science. Ihre Auto Audi Reportagen sind bei Deutschland von Kultur Ö1 und Deutsche Welle zu hören. Zusammen mit Kre Kupferschmidt macht sie den Wissenschaftspast Podcast Pandemia. Von ihr sind unter anderem die Bücher Wood leben mit Göttern und Heilern in Benin und Invisible erschienen. Sie lebt zur Zeit in Berlin in Wien. Sorry, ich könnte noch viel mehr sagen. Schon mal ein Appetizer. 2014 wart ihr zwei zusammen in Liberia und hab über Ebola Filme gedreht, einen Film gedreht. Damit komme ich zu Karl Gersdorf, einem mehrfachen Grimmepreisträger, wie ich doch erst neulich erfuhr, mit einer langen Expertise in Afrika. Also eigentlich wollte ich euch fragen, was war die Motivation für ein Film? Aber wenn ich mir die Biografie so anschaue aus Niederbayern, wenn ich das sagen darf, als in Niederbayern aus dem bayerischen Wald in die in die große Weite Welt Biologiestudium in der SOS und dann eigentlich seit seit 2011 zu Dokumentationszwecken HIV in der Demokratischen Republik, dann 2014 in Liberia zusammen wegen mit äh die Ebola Epidemie zu dokumentieren. dann in Nordkorea einen Film gedreht, dann am Amazonas. Das klingt so wirklich nach großer Expertise und in der Coronazeit über Chart ein Film gedreht, der dann auch Grimmelpreis gekönnt wurde und mehrfach deutscher Fernsehpreis und so weiter. Also ich werde es hier nicht lobhudeln, aber ich muss sagen, die Expertise äh zeigt sich und äh das war's auch erstmal von meiner Seite. Wollt ihr was zu Botschaft Motivation sagen oder ziehen wir gleich das Publikum ein? kannst gleich Frage stellen, wenn ich was wenn ihr ja ach ja, das sieht etwas doof aus, aber wir sollen das Mikrofon so halten. Ja, vielleicht sagen wir schon, warum wir hingefahren sind. Äh gerne. Ähm ja, auch vor einem Jahr schon mehr als einem Jahr, das geht ja jetzt schon ins ins dritte Jahr der Konflikt äh im Sudan. ähm war das äh auch die größte humanitäre Katastrophe und die ist sie immer noch. Ähm ich denke, man muss jetzt nicht immer sagen, ja, das ist die größte und die ist weniger wichtig als die Ukraine oder der Konflikt in Ga, aber es war einfach ein Konflikt, der ein bisschen unterreäsentiert war in den Medien, weil er auch sehr komplex ist, glaube ich, weil er für uns gefühlt weit weg ist. Aber dann doch von den von den Zahlen, was dort passiert, das hat sich ja leider immer noch verschlimmert, schon enorm war. Und äh wir haben uns einfach überlegt, wie wir diesen Konflikt erzählen können, was als Filmmacher sehr sehr schwierig ist, weil die Art und Weise, wie wir arbeiten, ist, dass wir dann schon lange vor Ort sind. Also, wir waren da zwei Monate an diesem einen Ort. Ähm, ich glaube, der Konflikt im Sudan ist auch so wenig in unserem nicht Gedächtnis, aber bekommt zu wenig Aufmerksamkeit, weil es wirklich wahnsinnig schwierig ist, der Journalist dort zu berichten und es eigentlich unmöglich ist, auch wochenlang dort vor Ort zu sein. Das heißt, alles was wir jetzt wissen, ist mehr oder weniger indirekte Information und muss dazu sagen, wahrscheinlich ist es auch wäre es jetzt wahrscheinlich nicht möglich, dass wir an dem Ort so lange bleiben würden. Es war zu dem Zeit, wo wir dort waren, genau vor einem Jahr ähm war es in Nubberbergen relativ friedlich. Aber eben eher das Problem, dass so viele Flüchtlinge gekommen sind aus den anderen Regionen. Ähm jetzt hat sich die SPL Nord sozusagen auf einen Backel gehaut mit der RSF, mit den Milizen, die jetzt auch dort sozusagen vor Ort sind im Grunde um sich zu schützen wahrscheinlich. Also das ist auch so bisschen um auf jeden Fall wäre es jetzt wahrscheinlich wesentlich schwieriger da jetzt so lange an dem Ort also die Leute waren also sind dann sehr sehr schnell also die offiziellen finden ein dann sehr schnell verdächtig und ja wissen nicht wirklich was man da so lange macht weil sie natürlich nicht verstehen, dass wir die Zeit brauchen, aber das ist ja ja und es gab den Zugang über das wird von Kappamur geleitetes Krankenhaus wie man eingangs in dem Film sieht ist die die Anreise auch wirklich nicht abenteuerlich. Die war wirklich abenteuerlich. Also das ist die war abenteuerlicher, als es da rum rüber kommt. Wir haben da zwei Tage gebraucht, bis wir dahingekommen sind. äh was auch sehr viel erzählt über den über die Situation dort und ähm welche welche Fälle die Ärzte zu behandeln haben und äh sind ja dann auch ganz banale Fälle, aber es sind einfach 2 Millionen Nuba dort und äh es gibt zwei Krankenhäuser, es gibt noch ein zweites, aber die behandeln einfach einen Fall nach dem anderen. Ähm ja und unsere Motivation war einfach diesen Konflikt zu erzählen ähm aus einem Mikrokosmos heraus. Äh und ich habe tatsächlich viel in Krankenhäusern gedreht und ich finde Krankenhäuser immer unter Anführungstrichen einen guten Ort äh um um komplexe Geschehen ähm zu erzählen äh weil einfach im Krankenhaus ähm alles kondensiert passiert. Äh und das war natürlich in diesem Krankenhaus auch der Fall und deshalb haben wir diesen Ort gewählt und sind dann zwei Monate geblieben und wussten nicht, was uns dort erwartet und das waren die Geschichten, die wir gefunden haben. Und man muss dazu sagen, also der die im Krankenhaus haben uns ertragen für zwei Monate. Das ist auch nicht immer der Fall, dass man einfach da auf auftaucht und sagt, okay, wir sitzen jetzt hier 7 Wochen. Das haben die auch nicht erwartet, wie wir angekommen sind. Also es war so okay 7 Wochen und dann war es aber also super und wir haben uns alle gut verstanden, aber es ist trotzdem natürlich auch immer ne Ja, genau. Also, wenn ihr Fragen habt, jetzt wäre der Zeitpunkt die ersten Fragen zu stellen, egal aus welchem Blickwinkel, was euch so einfällt. Okay, ich glaube, wir hören euch auch so. Also wenn ihr Nein, aber wegen der Aufzeichnung wegen der Aufzeichnung. Also der Film ist ja jetzt in der bei der deutschen Welle auf Hindi, Spanisch, Englisch, Indonesisch und Arabisch zu sehen. Keine Ahnung. Ja. Ja, doch. Nee, nee, das das ist das finde ich großartig. Habt ihr schon Reaktionen von anderen äh Ländern? Wir hatten ein die haben ein die Deutsche Welt hat noch ein Panel organisiert, das glaube ich ist noch online. Das haben sie auch aufgenommen mit äh Experten aus dem Sudan auch. Und äh das ist unglaublich viel gesehen worden, also wirklich da die haben scheinbar, also die schauen, die werden onlineig viel geschaut und das war eben toll, weil das extrem kompetente Menschen waren, die da sozusagen mit uns, also wir waren ja nur die Filme machen und dann waren wirklich Experten da, die den Konflikt gut erklären konnten und das Publikum konnte Fragen stellen und das war äh, also da haben wir ein irsniges Feedback bekommen, aber sonst kriegt man eigentlich dann nicht so viel Feedback. Ja, mein doch, also man kriegt natürlich die Kommentare, die ähm die die online sind. Ähm und äh auch das Feedback vor Ort ähm von den von den Menschen, die wir gefilmt haben, weil die habening dort gemacht Screening dort gemacht äh und ähm fanden es äh auch äh ich glaube waren sich berührend sich selber dort zu sehen. Äh ich habe jetzt im Film selber eine Zeit lang nicht gesehen und fand dann einfach interessant auch, wie prophetisch die Worte von Joseph am Schluss waren. Also er spricht ja von ihnen ähm die eine Kriegsalität haben. Ich glaube, er meint alle Kriegsparteien damit. Ähm heute ging ja auch durch die Medien, dass äh die RSF äh eine Stadt in West davor eingenommen hat, Elfascher. Und ähm es gibt wiederum nur Satellitenbilder und indirekte Berichte ähm auch von Research an der Yale Universität, die Satellitenfotos auswerten und ähm es finden da wahrscheinlich wieder massenhaft Grolltaten statt. Ähm, die afrikanischstämmige Bevölkerung wird von der von der RSF vertrieben, willkürliche Tötungen. Ähm und das sind natürlich alles Geschichten, die wir dann auch hier natürlich gesehen haben, mit Rashida, mit der Geflüchteten, die per Kaiserschnitt ihr Kind geboren hat äh und äh wo lang, Monate mit ihrem Mann unterwegs war und die Familie in alle Winde zerstreut ist, die Mutter im Chat in dem großen Flüchtlingslager, ähm und die Nachbarn umgebracht wurden. Ähm ja, also deshalb ist es so, einerseits freut es einem, dass dass dass man da sein konnte und das auch zeigen konnte. Ähm andererseits ist natürlich ernüchternd zu sehen, dass äh eigentlich die die Welt schon ein bisschen seinen Augenmärkte komplett abgewendet hat. Wobei natürlich wieder die Frage besteht, was man machen könnte, aber das ist halt dann unser kleiner Beitrag. Ja, also der der Joseph wird sich warm sich über eine neue Säge freuen. Das ist hat er uns gesagt, weil die ist schon sehr alt und stumpf. Also das war eines seiner größten Wünsche. Also ihr seid ja nicht auf Spenden aus sozusagen? Nein, gar nicht. Aber klar, wenn man das dann sieht, denkt man sich schon, äh konkrete Hilfe wäre auch gut, aber das ist, wie gesagt, das ist jetzt hier kein Zückt eur Portmonees, aber im Prinzip die Berichterstattung überhaupt, da kämpfen wir auch jetzt im nicht nur im Excellenzklasse, sondern allgemeinige Berichterstattung in Afrika, über Afrika ist sehr sehr marginal. Also der globale Süden wird im Prinzip auch relativ ausgeklammert, wenn kleinere ver äh Katastrophen passieren, kriegst du weniger mit, wenn in Afrika davon was passiert. Ja, ich meine, das ist natürlich jetzt auch kein kein Beispiel für positive Berichterstattung aus Afrika, was man natürlich lieber hätte, aber aber ja, gut, das ist natürlich jetzt ein anderes Beispiel, aber es stimmt, das ist natürlich immer immer sehr sehr wenig und ich berichte viel aus afrikanischen Ländern und da sehr viel über globale Gesundheitsthemen, also sehr auch medizinische Themen Infektionskrankheiten und so weiter. Das hat natürlich auch ein kleines Publikum, weil sehr speziell ist auch, aber es ist es ist schwierig, da die Aufmerksamkeit drauf zulenken. Also es ist und die Sender und Zeitungen sind natürlich auch immer viel ja, da geht's auch um Klicks und um also da hat da hat man immer weniger äh Platz auch für sowas. Wie habt ihr denn überzeugt euch das zu finanzieren? Na, war eigentlich sehr schnell an Bord und die deutsche Welle auch, weil und es hat ja auch seine seine Audience gefunden. Also, die hätten äh eine große Zuseherzahl, auch große Klickzahlen bei der deutschen Welle. Ähm, ich glaube schon, dass natürlich äh sich auch in der Verantwortung sieht als als Sender ähm Augenmerk auf Geschichten zu richten, die jetzt ein bisschen abseits liegen, aber die trotzdem erzählt werden müssen. Äh, mir ist eigentlich erst im Nachhinein klar geworden, als Filmmacher hört man natürlich das Problem, dass der der Konflikt im Sudan sehr komplex ist. ähm und man dann versucht, wie gesagt, einen Ort zu wählen, wie dieses Krankenhaus, wo man den komplexen Konflikt aus einer aus einer aus dem Mikrokosmos herauserzählen kann. Ähm allerdings jetzt ist mir im Nachhinein auch äh klar geworden, dass das eigentlich ein Konflikt unserer Zeit ist und wir diese Konflikte mehr und mehr haben werden. Ähm was meine ich damit? Also, es ist ein Konflikt einer einer multipolaren Weltordnung. Ähm, das ist jetzt der Mikrokosmos, den man hier gesehen hat. Wenn man jetzt die Vogelperspektive einnehmen würde, dann werden die beiden Kriegsparteien, also die RSF, die eine Miliz ist, die die Regierung eigentlich selber geschaffen hat und die sich gegen die Regierung gewandt hat. Also beide Kriegsparteien werden von externen Akteuren unterstützt. die RSF von den Vereinigten Arabischen Emiraten, ähm die SF äh von Ägypten, von Saudi Arabien und so weiter. Ähm Russland war involviert mit äh Wagnergruppen noch. Ähm, es geht in dem Konflikt sehr viel um Ressourcen, auch um Goldvorkommen. Die RSF hat von Anfang an versucht, die die Goldminen unter Kontrolle zu bekommen. Äh, dieses Gold wird äh illegal geschirft und über die Vereinigten Arabischen Emirate in die ganzen Welt verschippert. Ähm, das heißt, es gibt sehr viele Interessen und Akteure, die alle ihre eigenen Interessen dort verfolgen. Es gab sogar selbst die Ukrainer haben dort gekämpft im Sudan. Und warum haben die Ukrainer dort gekämpft? Weil die Russen auch präsent waren. Also diese ganzen Konflikte, die man weltweit hat, passieren auch im Sudan. Ähm und wie gesagt, also mir ist es erst ähm im Nachhinein bewusst geworden, wie sehr dieser Konflikt dann auch wieder die all die größeren Konflikte widerspiegelt, die wir haben und auch die Interessenslage und die Machtverteilung, die wir im Moment in der Welt haben. Und es gibt halt nicht diesen einen Akteur mehr, der Willens ist oder vielleicht auch die Macht hat zu sagen, jetzt stopp. Ähm und deshalb geht es immer weiter und und deshalb glaube ich ist es auch wichtig, dass man sich ähm auseinandersetzt mit diesen mit diesen Thematiken, weil ich glaube, dass wir diese Konflikte mehr und mehr haben werden. Ja, danke. Ich schaue noch mal Publikum. Traut euch bitte. Remokotte bitte nach vorne kommen. Ja, vielen Dank für den Film. Also, ich finde ihn sehr mutig und sehr gut gemacht. Äh, ich hätte zwei Fragen. Die erste Frage betrifft die eigenen Ressourcen emotional. Wie gehen Sie dann damit um, wenn Sie solche Filme drehen und Sie merken irgendwann, dass sie emotional an die eigenen Grenzen kommen? Und zweite Punkt, ich bin ich finde es immer noch ein bisschen schade, wenn ich solchen Events komme und merke, du hast ja äh Doris und gezeigt, was sie hier für ein Lebenslauf haben, aber ich frage mich äh was braucht es, damit Leute wie sie während so eine Dreiarbeit eine jüngeren Person auch aus dem Sudan mit an Bord nehmen und dabei auch weiterbildet, damit die Geschichte Ich sage es hier nicht nur von einer weißen Perspektive erzählt wird. Danke. Ähm, also absolut richtig, was du sagst. Wir haben nicht mit einer jüngeren Person bei dem Film zusammen gearbeitet, sondern mit einem sehr also erfahrenen Filmemacher auch, der in Berlin sitzt, selber aus dem Sudan kommt, lange in den Nuberbergen gelebt hat und auch dort also auch Filme gemacht hat in Nuberberg. der hat uns beraten, der hat geschaut, also der hat eher uns an die Hand genommen, also um sozusagen kulturell zu schauen, ob wir da irgendwie auch mit den Übersetzungen und so. Ähm, das ist wichtig. Tatsächlich in dem Fall wäre es schwierig gewesen, dort jemanden zu finden. Also, wenn wir jetzt dort vor Ort jemanden, weil wir sehr an diesem Krankenhaus gebunden waren und das ziemlich ja, also da, ich glaube, das hätten wir haben wir auch nicht versucht, aber ich glaube, wir hätten da jetzt auch nicht unbedingt jemanden gefunden dort. Und ich bin immer der Meinung, also ich warte eher auf den Moment, weil es immer heißt sousagen wir als weiße Filme machen, warum gehen wir nach Afrika und berichten, warum machen das nicht die Leute aus den Ländern dort? Ich ich würde es eher andersrum sehen. Warum kommen nicht mehr, also warum ist es noch nicht soweit, dass mehr Filme mache aus Gana, aus Cotis etc. hierherkmen und Dokus hier machen? Also ich finde, das ist eher die Frage, die also dann wäre ich wä für mich sozusagen der Moment gekommen, wo ich sag, okay, so sollte es sein, nicht? Und also, aber es stimmt, man muss natürlich wäre schön gewesen, wenn wir jemanden vor Ort gehabt hätten, aber wie gesagt, wir haben mit Hjush Kucker zusammengearbeitet, der ein exzellenter Filmemacher ist aus dem Sudan und jetzt eben ein Film über Lenie Riefenstahl dreht in in Berlin und die Nuberberge. Also, der arbeitet da gerade in Berlin dran. Und die erste Frage hattest du emotional? Ähm, ich glaube ich ich also erstens kriegt man wahnsinnig viel von den Menschen dort. Also es gibt am irsinnig viel und ich glaube das hält ein emotional, also hält mich emotional am Laufen und vielleicht lässt man es auch ein Stück weit nicht so an sich ran, weil es jetzt auch ich denke mir auch, also es betrifft ja nicht mich, also es betrifft mich emotional, weil ich einfach mitlebe mit den Menschen, aber die müssen das ertragen. Ich steige ins Auto, fahre zur Grenze, steig ins Flugzeug und und reiß aus. Also ich ich nehme mich da glaube ich nicht so ernst, dass es mich, dass ich da jetzt die Hauptperson bin oder nehme ich da eher zurück und denk mir, okay, das muss jetzt so sein. Und wie gesagt, also man kriegt, also die die Leute sind ja toll, also mit so jemand wier der Joseph oder die Nidal, die geben ja ist nicht viel auch, dass man das erleben darf, was die machen. Also da wird man schon ein Stück weit sehr geerdet und dankbar, dass ja das erleben zu dürfen. solche tollen Menschen, also so fühle ich das immer. Ja, ich kann ich kann ja nur zu sagen, also die da bin ich völlig bei dir. Ähm das wäre natürlich toll, wenn man auch dann Filmmacher hätte, die die direkt aus der Region kommen, diese Kultur noch mal eingehend kennen, so wie Hadj eben. Der hat sehr gute Filme direkt aus den Nuberbergen gemacht, während sie bombardiert wurden ähm von der Regierung in Karton. Es ist natürlich, das ist ein bisschen eure Aufgabe dann auch die diese nächste Generation äh irgendwie ranzuführen da dran. Also, ich gehe natürlich persönlich da rein journalistisch ran in dem Sinne, dass ich einfach äh sage, okay, es ist es ist eine eine Geschichte, die muss irgendwo in irgendeiner Form erzählt werden. Ich glaube, die Entscheidung, die dann vor Ort äh getroffen wird, ist ähm wir versuchen dann natürlich immer tatsächlich und das versuche ich mit allem, was ich was ich habe mit dem ganzen mit der ganzen Werkzeugkiste als Filmmacher, die ich habe. Ich versuche die Geschichte so authentisch als möglich zu erzählen. sprich nicht jetzt ähm es gab ja da deutsche Ärztinnen und so weiter und die war auch super und so und die wollten auch gar nicht in den Mittelpunkt gerückt werden. Also das war wirklich so, die haben auch diese Rolle gespielt, die sie da gespielt haben. Also wir haben weder die übergewichtet noch untergewichtet äh und haben uns dann auch wirklich vor Ort so erstmal informiert, was sind die Geschichten, wer was ist Joseph Story, äh was ist Assis Story und dann haben wir die so gefunden. Also, das ist natürlich die andere Seite. Man muss dann äh schon auch, glaube ich, hätte man die Verantwortung, dass man die Geschichte so erzählt, wie sie tatsächlich ist. Ähm, das ist auch nicht immer einfach, weil das ist eine sehr dokumentarische, beobachtende Kamera, das hat keinen Sprecher und so weiter. Ähm, das ist auch eine spezielle Form des Film machens, die jetzt dann auch nicht so äh das schafft jetzt nicht in die News, ja, das hat eine andere Formatierung. Ähm, also das ist das ist sehr vielschichtig und ich glaube, da sollte man sich wirklich eingehens Gedanken drüber machen. Wie erzählt man und wer erzählt diese Geschichten? Ja, äh weil das hat das hat so viele Leers und die Emotionalität ist äh ist die Emotionalität, die man äh als die Chichia gestorben ist. Ich weiß, wir haben beide geheult. äh wer wir dieses Mädchen waren ja so viele, aber ähm das kling auch über Wochen und äh das ist schon manchmal schwierig, weil eigentlich eigentlich hat man diese Distanz, aber andererseits äh vor allem als Filmmacher muss manchmal Grenzen überschreiten, die z.B. Ärzte und Ärztinnen nicht überschreiten, also diese bewusst nicht überschreiten. Ich habe so viel in in diesen Kontexten gedreht und ich weiß, dass Ärzte eigentlich nicht unbedingt biografisches von ihren Patienten wissen wollen und nicht zu viel wissen wollen, vor allem von den kritischen Patienten, weil dann je mehr du weißt, umso konkreter wird der Mensch und dann wird's wirklich schwierig. Also, dann ist es wirklich so als ob man jemanden verliert, den man kannte. Äh und das glaube ich muss man auch immer reflektieren. Also zum einen muss man diese Grenze überschreiten, weil ich will ja ihre Story wissen und ich will ja wissen, wie wie es soweit kam. Und natürlich man ist ja dann neugierig und verbringt Zeit und verbringt Zeit und wenn dann was dramatisches und unvorhergesehenes passiert, dann ist es schwierig und dann ist es auch schwierig. Ich weiß, als die Chichia da wiederbelebt wurde und so weiter und ich meine ich als Filmemacher, der die Kamera in der Hand hat, ich will es eigentlich nicht filmen. Also ich will es eigentlich nicht filmen, äh dass so ein so eine kleine Wurst da wieder beliebt wird, weil es ist grausames Bild. nur ist es dann auch ich denke, das muss man dann im Moment entscheiden, aber es ist ein Stück weit, also das fühle ich dann ist es dann auch meine Pflicht das zu tun, äh weil dieser eine Tod wahrscheinlich hundertusendfach gestorben wurde im Sudan, weil es genau diese Tode sind, wie die gestorben werden. werden natürlich viele Menschen sterben eines gewaltsamen Todes, aber noch viel mehr sterben die, die eh schon geschwächt sind und die Infektionskrankheiten haben und die unterernährt sind und das sind die Kinder und dann sind vor allen Dingen die kleinen Kinder, die einfach am vulnerabelsten sind und die dort einfach sterben. Also die Chichia ist, glaube ich, das war uns auch bewusst, also ein Tod, der gestorben wurde, der für sehr sehr viele steht dort im Sudan. Ja, danke. Das hast du sehr eindrücklich oder ihr beide eindrücklich geschildert und diese Mikro Perspektive oder das Mikrokosmos finde ich auch das eins der berührenden Sachen an dem Film. Gibt's da noch Kommentare zu? Fragen? Ich sehr gerne. Ja, hallo. Ähm, ich würde gerne wissen, wie haben Sie diese 7 Wochen gelebt? Was haben sie getrunken gegessen? Wo haben sie geschlafen im also ja ähm Danke. Also gelebt es ist neben dem Krankenhaus Compound ist ein ein Compound für die ausländischen Ärzte. Also, das sind dann immer so drei, vier deutsche Schweizer, Österreicher, die dort sind äh von Kanamur und da das sind Hütten, also wirklich einfachste Hütten mit äh so Feldbetten und da da schläft man, da gab's auch für uns eine Hütte und dann ist eine offene herrliche Freiluftdusche einfach nur wo man aus dem Bott Wasser fischt, sich drüber schüttet und ein Plumsklo mit einer Fledermaus drin. Wie hieß sie? Die hieß die Loki. Loki. Genau. Mit der Fledermus in der Toilette. So ein Blumsklo ist 2 m tief. Die lebt da drin. Aber wenn man wenn man auf der Toilette war, ist sie aber dann rausgeflogen, so dass sie nicht abgekriegt hat. Und wenn man dann gegangen ist, ist wieder reingeflogen. Genau. Und getrunken haben wir tatsächlich das Wasser aus der Pumpe, dass sie da rauspumpen. Also wir sind auch angekommen und haben noch die Strecke, also wir haben zwei Tage da gebraucht von der Grenze von der Wir mussten über den Südsan einreisen, weil man natürlich aus dem Norden nicht reinkommt. äh sind das im Südsudan über die Grenze und dann hat's zwei Tage gedauert für diese Strecke von weiß nicht 90 km oder was immer hat's da also, weil wirklich das noch Regenzeit war, das war natürlich wegen Klimawand ist das alles nach hinten geschoben. M da also wirklich sehen, die eigentlich die Straße fahren und da mussten wir durch und dann sind wir angekommen und da haben wir noch brav unser unser Filter dabei gehabt, das Wasser gefiltert. Dann sind wir angekommen im Krankenhaus und so hier ist das Wasser und wir so. Okay, sollen wir es filtern? so, also dann haben wir nur das, also das Brunnen, also das Pumpwasser getrunken und das Essen ist fantastisch. Es klingt absurd, weil es natürlich gehungert wird dort. Ähm, aber dadurch, dass gerade Regenzeit war, waren die Felder zu dem Zeitpunkt voll. Es haben, also Tomaten, Gurken, äh alles. Das Problem ist mit dem Hunger, dass dass die Leute sozusagen dass wenn die der Regen schlecht ist und die Feldfrüchte nicht zu Ende reifen können, also vor allem das Sorgum und so weiter, dann und dann sind halt diese ganzen Flüchtlinge noch gekommen aus den anderen Regionen und die Sudanesen sind so, dass sie alles teilen. Also das ist einfach in ihrer Kultur, das wird geteilt. Ich habe das Wort vergessen, da gibt's auch ein Wort dafür. Du teilst alles mit deinem Nachbarn. Das heißt, die haben durchgefüttert auch noch die hunderttausenden von Flüchtlingen, die gekommen sind, haben eine schlechte Ernte gehabt, konnten kein Saatgut zurücklegen. Das heißt, für die nächste Ernte gab es nicht genug Saatgut zum Aussehen und dann wird das so ein ein Teufelskreis. Aber zu dem Zeitpunkt eben, wo wir dort waren, gab's also Obst und Gemüse und und solche Sachen und das Essen ist auf A, also wirklich köstliches Essen. Es gibt mittags, abends haben wir selber gekauft und mittags gibt so kleine ähm Hütten, wo man dann so gemeinsam ist von aus aus, also da gibt's einen Topf und da gibt's dann verschiedene Speisen und wirklich äh sehr gut. Also, es gibt äh Märkte und dort, wie die Laura erklärt hat, also es war ja das Ende der Regenzeit und dann der Anfang der Erntezeit. Das ist jetzt so die Regenzeit endet im September ungefähr und dann wird geerntet, was vor der Regenzeit angebaut wurde. Ähm und dann gibt's diese Produkte auf den Märken, die wir gekauft haben und äh dann gibt's plötzlich einen äh einen ganzen Berg ein einen LKWhänger voll Zwiebel. Das gibt's dann und dann gibt's Tomaten und also was gerade so geerntet wird und das gibt's dann auch im Überfluss so eine so ein was immer gegessen wird sind Erdnüsse in allen Variationen auch äh Erdnusbutter sehr viel Erdnusbutter und eben es ist einfach sehr nahhaft. Aber interessant äh war ein Ausflug, der hat es nicht in dem Film geschafft, weil wir haben ja nur 52 Minuten. Wenn wir 90 Minuten gemacht hätten, dann hätten wir diese Geschichte erzählt. Ähm weil du gefragt hast, wie wir gelebt haben und was wir gegessen haben. Und wir sind eben in ein Dorf gefahren von der Frau von Joseph, von dem Chirurgen Wigdan, weil die kam zurück und sie hatte ihre Mutter vor der Regenzeit zum letzten Mal gesehen und ist dann in das Dorf gefahren. Und dann hat sie ihre Mutter kaum wieder erkannt, weil die so argem in diesem Dorf, weil eben sehr viele Flüchtlinge kamen und sie haben alles geteilt. Ähm und vielleicht war der Zeitpunkt, als wir da waren und wenn wir das so erzählen, dass es sehr viel zum Essen gab, ähm das ist auch ein bisschen, das ist insofern irreführend, weil diese was sie da ernten, muss dann eigentlich ein Jahr lang halten. Und alle haben immer gesagt, auch in diesem Dorf, wir haben da eine Frau, eine Mutter interviewt, die hat zwei ihrer Kinder verhungern sehen, sie konnte dann nichts machen und ganz viele Leute waren wirklich noch traumatisiert. Also, man hat es wirklich gemerkt, was weil sie völlig hilflos waren in der Regenzeit. Sie sind eingeschlossen in diesem Dorf. Das Essen geht aus. Sie wissen, sie müssen durchhalten. Und dann haben sie geerntet, haben teilweise schon frühzeitig geerntet, aber sie haben immer gesagt, wir fürchten uns vor der nächsten Regenzeit, weil wir wissen, jetzt ist es da und jetzt jetzt haben wir alle genug. Ähm, aber was passiert, wenn es wenn es aus ist, die nächste Regenzeit kommt und die Kämpfe näher kommen und sie können nicht auf die Felder und so weiter und da muss man auch wissen, dass die Kriegsparteien, also vor allen Dingen die RSF ja auch Hunger als Waffe einsetzt, also dass sie durch die Vertreibungen nah die Nahrungsmittelsituation verschärfen. Ähm und auch natürlich diese Zyklen unterbrechen, die überlebenswichtig sind. Also der Hunger ist auch eine Waffe sozusagen. Und deshalb ja, also man wir haben da gut gegessen und äh gegessen, was alle anderen auch essen äh und äh wussten aber, dass das auch echt ein Zeitfenster ist, wo du dieser Luxus da ist. Und wir haben manchmal äh irgendeiner hat's geschafft aus Kenia Bier zu importieren, das aber wirklich ein Luxusguter war. Wir haben manchmal eine Dose Bier gefunden, die wir in Kühlschrank geworfen haben im Krankenhaus und haben den haben das dann mit den äh mit den Leuten geteilt, aber wirklich nur so Schlückchenweise. Also, wir hten dann so eine Dose mit ein halben Liter Bier und das war ein Wahnsinn. Also es war so wow. Ich glaube, was ich was in dem Film vielleicht auch gar nicht so rüber kommt, es gibt in den Nuberbergen auch äh eine asphaltierte Straße, also in in der ganzen Region. Ähm und deswegen ist da auch das Fortkommen, also in der Regenzeit ist da kein da ist einfach kein vorwärts oder rückwärts kommen, außer du gehst zu Fuß oder du hast deinen Esel oder sowas. Also es ist dann wirklich, weil die Autos stecken bleiben und es gibt keine Elektrizität. Das Krankenhaus hat jetzt erst glaube ich seit ein, ich glaube seit diesem Jahr wirklich eine verlässliche Solaranlage, glaube ich, ist das. Ähm und davor haben sie auch mussten sie auch mit Generatoren arbeiten und sowas. Also, das darf man auch nicht vergessen. Und es gibt kein äh es gibt kein Handynetzwerk dort. Also ich ich war schon wirklich an vielen Orten, aber wo es wirklich gar keinen Handyempfang gibt. Also es gibt Starling seit einem halben Jahr, aber davor also darf also das darf man auch nicht vergessen. Also die die Kommunikation also s noch sehr abgeschlossen von der von der Außenwelt eben auch. Ja, als Zeichen der Globalisierung, da stand Hakuna Matata über einem Raum. Kisahin heißt no problem. Also das könnte man schon. Ihr wart das aber nicht. Nein, gut, aber das ist auch also warum der Konflikt, glaube ich, so tödlich ist, ist äh ist auch, weil die Situation ist eh schon prekär, also ich glaube, die war immer prekär. Das das ist die Sahelzone. Das ist diese Konflikte existieren auch seit Jahrhunderten zwischen Ackerbauern und und Nomaden, die ihre Vieherden dann quasi dem Regen nachttreiben und dann kommen sie im Konflikt mit den Ackerbauern. Also vieles von dem spiegelt sich auch in den Konflikten jetzt wieder ähm die schon seit Jahrhunderten existieren. Aber die Situation ist sowieso schon prekär und wenn du dann noch Verwerfungen hast, wie sie jetzt passieren mit marodierenden Milizen, mit Vertreibungen und so weiter, ähm dann glaube ich sind sehr, sehr viele Menschen in der ganz ganz prekäranlage, also die haben sehr, sehr wenig Puffer, wo sie solche Verwerfungen in irgendeiner Weise abfedern könnten. Gibt es noch Fragen? Nutzt die Chance, bitte. Ja, super. Ja, hallo. Schön, dass Sie da sind. Freue mich sehr. Ja, und auch danke für den Film. Ähm, schließ vielleicht ein bisschen an. Äh, ich habe ähm während des Films gedacht, ähm von der Audio her man immer wieder weinende Kinder im Hintergrund gehört und ich habe mich dann jetzt zum Anschluss auch gefragt, habt ihr auch überhaupt mal lachende Kinder getroffen? Und allgemein finde ich die Stimmung ja ist einfach sehr sehr schrecklich. ähm ähm emotional aufreibend, Depression, Traumata und trotzdem gab's diese eine Szene, in der Joseph so ein Spaß gemacht hat mit seinem Chirurgassistenten und die hat mich total abgeholt und auch total befreit und ich habe mir gedacht, in selbst dieser schlimmsten Lage schafft es jemand sein Lachen zu bewahren. Was für eine Stärke? Und da wollte ich einfach noch mal fragen, ja, gab's also einerseits irgendwie lachende Kinder überhaupt und ähm ja ähm wie allgemein äh gab es da irgendwie auch Momente des des Lachens oder des äh des Humors, wo man irgendwie dreh mal allen diese ganz schrecklichen Sachen was entgegenstellen konnte. Danke. Ja. Ja, du hast recht. Wahrscheinlich hätte man viel mehr solche Szenen, weil das gab es natürlich viel solche Szenen. Also, die haben unglaublich guten Humor dort. unglaubliche auch schwarzen Humor und ähm und in den Nuberbergen leben sie wirklich schon sehr, also viele von diesen Menschen, die im Film vorgekommen haben, haben einfach schon sehr sehr viel Krieg erlebt und sind und lieben ihre Region. Also, die sind so stolz drauf, Nuba zu sein. Und der der Joseph hat Familie, also einige von seinen Kindern studieren oder leben in Kenia und er ist auch immer wieder in Kenia und kommt zurück und ist immer so glücklich zurück in den Nuberbergen zu sein, weil die dieses also tatsächlich auch bewusst dieses einfache Leben, diese Natur, dieses natürliche Essen, dieses dieses auch diese Muß, die sitzen am wenn sie aus dem Krankenhaus gehen, dann gibt's die Tee Teeverkäufer überall, dann sitzen sie und trinken ihren Tee und quatschen und also es ist eine unglaubliche Also dieses Leben lieben sie und das hat auch das ist auch was herrliches, weil dann sitzt man daneben versteht sie nicht, aber man kriegt das so mit dies sind. Trotzdem hast du das Gefühl, da ist ein Frieden da. Also auch wenn der nicht da ist, aber ein inner, also, also das ist absolut, wir hatten diese Momente und also auch mit innen ist nicht gelacht und und Humor und Singen und auch diese Leichtigkeit, die sie sich da holen und auch die Nidal, also ich meine, die ist eine ein eine super coole Frau, die auch ihre Witze reißt und so. Also das war total der Abend. Wahrscheinlich hätte man das schon noch mehr reinbringen können. Ja, also ich glaube das das ist eine super Frage und ich möchte dich mit der mit der einer der ersten Fragen auch verknüpfen. Es ist ja immer also a ist dein Blick als Filmemacher. Ähm, ich glaube das Krankenhaus, wenn ich jetzt noch mal sehe, also so wie ich es erlebt habe, es war so ähm dann ist es entsteht ja auch im Schnitt noch mal etwas ähm ich, wenn den Film sehe, ich find's eine ganz gute Repräsentation und deshalb wir haben den ja dort vor Ort gezeigt und für mich ist eigentlich immer wichtiger zu hören, was die Leute vor Ort sagen und Joseph war irgendwie so Ja, super, weil es war so und und Jose war auch sehr stolz, weil er natürlich das da, weil er da natürlich drin ist und manche und die Mädels z.B. fanden das so ein bisschen, ich weiß gar nicht, ob sie enttäuscht waren, weil so ja ja es war so, also so sie hätten fast ein bisschen mehr, ich weiß nicht, Drama erwartet oder ich weiß es nicht ähm aber das Lustige ist, dass ich sehe ihn gar nicht so, weil wir waren dort und äh da wurde wahnsinnig viel gelacht und sie waren wahnsinnig positiv. ähm der Tiso, der die der malt, also der die die Dinger malt und der war hat ja auch so eine positive Einstellung, hätte irgendwie seine Hand verloren, das war nicht weiter tragisch für ihm und meint, dieses Krankenhaus ist da die Seele von der Region geworden. Ähm und irgendwann ist mir dann auch bewusst geworden, ähm für die Leute, also das ist einfach unsere Denke und unsere Standards. Wenn wir das sehen, dann denken wir so, wow, wie schrecklich. Die haben die müssen da in diesen einfachen Mitteln operieren und das Krankenhaus und da sind so viele Leute und ja, die Kinder, also wir haben da sehr viel mit dem Ton gearbeitet, weil dieses Kinder, das Kinderweinen war noch viel schlimmer als es da drin ist. Es war einfach ständig, weil einfach diese ganzen äh hungernden Kinder dann da waren und sehr viele Kinder generell da waren und dieser Ansturm auf dieses Krankenhaus jeden Morgen da war. Aber einfach von der Grundstimmung her war dieses Krankenhaus tatsächlich ein Ort der Hoffnung. Also für die Leute dort ist der Unterschied zwischen dem Krankenhaus, was sie haben und nichts zu haben, viel größer als das Krankenhaus dort zum Krankenhaus von uns. Was ich damit sagen will, für die ist es einfach ein absoluter Lebensretter und deshalb, weil so vieles in dem Film ist ja auch profan. Also da ist eine Blind am OP nach dem nach der anderen einer eine ähm Leistenbruch noch Leistenbrüche, Kaiserschnitte und so weiter und das ist ja profan und du denkst ja ist ein Kriegskrankenhaus, da kommen die schwerverletzten und so weiter. Nein, da kommen die aber da kommen diese Leute mit diesen profanen Dingen nur wenn es das Krankenhaus nicht gibt, jeder Blindarm ist irgendwann ein Todesurteil, jede jeder Kaiserschnitt ist ein Todesurteil etc. der dem Mann dem s das Bein abnehmen ist ein Todesurteil, weil der kriegt irgendwann eine Infektion und eine sepsis und so sterben halt die Leute und deshalb ist das Krankenhaus für die so ein Rettungsanker und eigentlich ein total positiver Ort, aber ich kann es also wir hatten eine gute Zeit da und wir haben auch wir haben es war nicht so, dass wir da rumgelaufen sind so oh das so schlimm alles. Nee, und die die haben uns total aufgenommen, weil zwei Monate da und dann kennen die uns und dann dann wollen die Leute ja auch irgendwie gefilmt werden und weil sie dann das Vertrauen haben und dann wird es auch ein bisschen spielerisch alles und wir kannten ja auch wir haben die Mutter vom Abu über Wochen begleitet und die Rashida und mit ihrem Mann bin ich dann mitm Quad mitgefahren, wie Arbeit gesucht hat etc. etc. Und so für uns war eigentlich die Stimmung ganz positiv, aber ich glaube, wenn man das einfach unvorbereitet mit den Augen jetzt sieht, dann ist es erstmal so wow. Ja, also für uns war das auch erstmal so und wenn man dann da ist, nee, es ist wirklich ein positiver Ort gewesen auf eine Art und Weise. Ja. Ja, danke. Willst du lau? Nein, also au doch gerade kam mir jetzt der Gedanke, ob ihr das Krankenhaus ein bisschen ins Gefahr gebracht habt, indem ihr jetzt da so drüber berichtet habt. Wir haben da uns natürlich genau abgestimmt mit den erstens gab's da schon Berichte und wir haben uns genau abgestimmt mit dem Leiter von der Organisation von KNAMUR. Ähm, also heutzutage das einzige, was ich gesagt hab, wir sollen jetzt die Koordinaten nicht genau angeben von dem Krankenhaus, aber das also mit Drohnen, ich glaube, also das weiß jeder, wo wo sowas ist und und das ist bekannt, das Krankenhaus, also das wissen die Gegenparteien, das wurde schon bombardiert damals, also immer bisschen verfehlt, aber das ist aber durch Glück eben immer immer sozusagen steheneblieben. Also, es gab schon Bombeneinschläge, wo die Fenster sozusagen dann gebrochen sind und sowas, aber eben nie ähm nie frontal sozusagen. Also, das war immer Ja. Nein, da haben wir jetzt genau abgestimmt natürlich. Was was kann man jetzt sagen, was also das ja lassen wir euch vielleicht oder gibt es noch aus eine Frage gibt, dann gerne und wenn nicht, dann oder gibt's was aus den Afrika Studien? Ich sehe da Kolleginnen, die vielleicht auch noch eine Idee haben. Ich habe tatsächlich noch eine Frage. Ähm und das jetzt so ein bisschen Devils Advocate, weil wir eben darüber gesprochen haben, was für eine Grundstimmung ähm dieser Film irgendwie transportiert oder nicht transportiert. Und tatsächlich habe ich mir ziemlich früh ähm die Notiz gemacht, dass ich mich gefragt habe, na ja, es ist aber auch irgendwie moralisch ein bisschen schwierig oder Tod zu zeigen und vor allem sterbende Kinder. Und das hat mich sehr daran erinnert, äh ich promoiere zu humanitärer Hilfe und das erinnert mich tatsächlich extrem stark an die Bilder aus Äthiopien aus den 80ern und ähm ich habe über die Kritik nachgedacht, die es äh an diesen Bildern gibt und ähm genau da vielleicht die Frage oder der Kommentar äh wie gehen Sie damit um? Wie geht ihr damit um? Und ähm na ja, ist es nicht aber trotzdem schwierig, Tod zu filmen und trau Eltern zu filmen? Und auch die Frage, wissen die Menschen, die gefilmt wurden, auch die Kinder, die gefilmt wurden, dass sie gefilmt wurden, wo sie über gezeigt werden etc. etc. Also Fragen von Konsent, all diese diese Dinge. Was bedeutet das irgendwie moralisch Filme zu machen über Krieg, Tod, Gewalt etc.? Also vielleicht, also ich kann was zum Konzern sagen. Wir haben natürlich immer jeden gefragt, bevor wir gefilmt haben. Ist es okay? auf Dauer kannten wir die Leute natürlich, dann wussten die, wir sind da und ähm also es war keiner, also und grundsätzlich habe ich das, ich arbeite viel mit einem Fotografen zusammen, wenn ich unterwegs bin als Radiojournalistin auch oder als Journalistin in ich habe es noch nie erlebt in einem afrikanischen Land, wo ich unterwegs war, dass die Leute nicht ähm fotografiert, nicht inter also nicht befragt worden wollten. auch muss ich sagen, weil und ich habe da gerade mit zwei Liberianer noch mal drüber gesprochen, weil der Tod in vielen von diesen Ländern viel öffentlicher ist und auch fast eine, also dadurch, dass das gefilmt wird, gibt's dem fast eine, weil das Kreinen oder das das äh Wiling ist ja auch was viel öffentlicheres. Bei uns ist der Tod so wahnsinnig privat und man redet nicht drüber und man trauert in sich hinein und sowas und auch deswegen habe ich das noch nie erlebt, dass dort, wenn man den Tod festhält mit der Kamera oder fotografiert, ist das damit haben die Leute kein Problem und klar fragen wir immer und holen uns den Konzent ein, aber es ist einfach kulturell ein komplett anderer Umgang mit Tod und mit Krankheit. Und auch da war interessant, dass z.B. bei den Kindern, was sie uns erzählt haben, dort, die kriegen noch relativ viele Kinder in den Nuberbergen, also teilweise 8 bis 10 Kinder und dass die die kleinsten, weil da sehr viele davon sehr jung sterben, werden die erst Teil der Gesellschaft, also das klingt jetzt blöd, aber werden erst Teil der Gesellschaft, wenn sie es wirklich ein paar Jahre überlebt haben. So, das heißt auch die Mutter, die ist nach dem Begräbnis, also die hat sozusagen dieses dieses Kreining und dieses also dieses ähm gemacht und nach dem Begräbnis hat sie ihre Sachen gepackt und ist wieder nach Hause spaziert 10 Stunden zu Fuß, weil es halt zu weit weg war. ähm weil sie noch acht andere Kinder zu Hause sitzen hat, um die sie sich kümmern muss. Also da da geht das Leben sofort weiter. Natürlich wird der Schmerz genau der gleiche sein, den Schmerz, den wir auch hier haben, aber es ist eine viel öffentlichere Trauer und deswegen auch, wenn die mit der Kamera begleitet wird, habe ich noch, also habe ich das Gefühl, dass das denen auch sozusagen total okay ist. Also und wie gesagt, wir fragen dann auch immer und klar können wir die Gigia nicht fragen, aber sozusagen die Eltern natürlich und ja. Ja, das ist eine komplexe Frage. Also, ich glaube, die ist äh die wäre abendfüllend. Ich versuch da meine Perspektive mal zu bringen. Ähm ich muss mich ganz brutal damit auseinandersetzen, weil ich während Corona 3 Monate auf eine Intensivstation gefilmt habe, der Berliner Charité und dort in der ersten Woche 50 Menschen verstorben sind. ähm und ich drei Monate dort ware war und wirklich Menschen bis in den Tod hineinbegleitet habe und ich musste diese Frage jeden Tag aufs Neue verhandeln und es gibt dann sehr viele verschiedene Ebenen. In Deutschland wä es eine Straftat, wenn ich da reingehen würde, würde die filmen und würde das veröffentlichen. Das heißt, bevor ich überhaupt die Kamera in die Hand nehme, brauche ich den Konsent. ähm der kann erstmal mündlich sein und der muss dann auch schriftlich sein. Das ist jetzt mal das juristische. Ähm ich glaube bei den Filmen auch hier wird man sehen, dass wir den Menschen das nicht abgezwungen haben, also, dass die die wir gefilmt haben, ähm Teil davon waren und wussten, dass sie Teil davon waren. Ich glaube nicht, dass sie notwendigerweise jetzt eine Vorstellung haben, was eine 52minütige Dokumentation ist, aber sie wissen, dass sie gefilmt werden und dass ich dokumentiere, was gerade passiert. Meine Aufgabe als Filmmacher ist in jedem Moment zu überprüfen, ob ich zu weit gehe, da kann ich nur mein Bauchgefühl folgen und sehr sehr feine Sensor zu haben, wenn ich merke, dass die Menschen es nicht mehr wollen. Und ich glaube, dass das auch gar nicht so schwierig ist. Also, das kennen wir aus dem Alltag immer, wann wir übergriffig werden. Und wenn man das nicht hat, dann ist man auch in dem Metier nicht gut aufgehoben, zumindest nicht in dem Metier, wo man sich an solche Orte begibt und beobachten, den Dokumentarfilm dreht. Also deshalb glaube ich muss es in jeder Situation irgendwie neu verhandelt werden. Und ähm ich glaube auch, dass ich sagen kann, du würdest es sehen, du würdest es sehen, wenn ich äh wenn wir da übergriffig geworden wären. Ähm also, weil die haben uns ja auch die Interviews gegeben und sie haben uns ja auch ihre Emotionen gezeigt und ähm das glaube würde würde niemand machen, der das eigentlich nicht will. ähm dann würde ich auch nicht in der Lage sein, das einzufangen. Dann bleibt natürlich die dritte Frage ist, soll man das zeigen? Die Bilder, die du ansprichst, sind natürlich von Sebastian Salgado, ähm der mit seinen Bildern fast eine Kunstform gemacht hat, glaube ich. Also, ich äh habe mich sehr viel mit diesen Bildern auseinandergesetzt. M und das ist natürlich eine interessante Diskussion. Also ähm kann man das Leid so stilisieren, dass es ästhetisch wird? Darf man das? Darf man das für einen Zweck, dass du Aufmerksamkeit generierst und vielleicht irgendetwas in Gang setzt, was bei Selgado der Fall war oder auch nicht der Fall war, ich weiß es nicht. Es gab dann Live Aid und es gab das größte Spendenaktion bis dat, was es dann ausgelöst hat. glaube ich, könnt man Doktorarbeiten drüber schreiben. I don't know. Ich bin dann, da bin ich natürlich dann ganz bland als Journalist und Filmmacher und sag: "Ja, muss ich leider machen, muss ich machen, weil wenn ich es nicht zeige, ähm dann dann bewirke ich vielleicht auch gar nichts." Aber auch das ist eigentlich gar nicht meine Einstellung, sondern ich bin da und wer wer bin ich zu entscheiden, was ich zeigen darf und was nicht? Also, das haben wir dort erlebt und natürlich habe ich den Schnitt und natürlich muss ich Sachen auslassen und natürlich kann ich Sachen so und so erzählen. Nur würdest du jetzt Leute dort treffen, die einfach dort waren, dann würden die sagen: "Ja, da ist noch viel mehr da passiert, aber das ist auch passiert und da ist jetzt nicht viel krasseres passiert." Die Gichia, da sind die die Kinder sind gestorben, sind noch viel mehr gestorben, vor allen Dingen bevor wir gekommen sind. Und ich habe dann einfach die Einstellung, sorry, ich bin da, ich muss zeigen, ich äh versuche das Vertrauen aufzubauen für die Leute oder mit den Leuten und da muss ich es erzählen, wie es ist. Ich glaube, es ist auch immer abhängig davon, in welchem Kontext das dann sozusagen präsentiert wird. nicht, dass es jetzt ein eine äh Doku, eine beobachtende Doku oder zeigt man es in der in irgendeiner Zeitung ein krasses Bild ähm und schreibt irgendwelche reiserischen Headlines dazu. Ist glaube ich auch noch mal so eine eine ein Unterschied, den man den man sagen muss. Aber lustigerweise hatte ich vor paar Tagen eben äh noch zwei Liberianer getroffen, Wissenschaftler und wir haben über Ebola gesprochen und eben auch damals über die Fotografie. Das war ja auch sehr und ich hatte davor auch mit einem Anthropologen gesprochen, der viel zur dritten Pest äh Pandemie recherchiert hat, ein riesen äh also auch zu der Fotografie damals und zwar sozusagen die erste Fotografie fotografierte Pandemie und der hat gesagt, das hat sich bis heute nicht viel in der Art der Fotografie geändert, also auch sehr racialized und so weiter. Ähm und ich habe darüber mit diesen äh zwei libianischen Forschern gesprochen und die haben gesagt, weil wir dann auch gesagt haben, diese Art von Fotografie hätte es z.B. während Covid gab es ja gar nicht. Also man hat ja fast keine Kranken Europäer sozusagen abfotografiert in den Krankenhäusern. Das war eher die, also da war ja die Lehre, also die die Lockdown und die Lernstädte und die Tiere in den Städten. Das war ja sozusagen die ikonischen Fotos ähm hier zulande von von der Pandemie. Und die Liberian haben eben gesagt, na ja, aber wie gesagt, bei uns ist, die haben selber auch gesagt, bei uns ist ja der Tod was viel öffentlicheres. Also deswegen, die haben gar kein Problem damit gehabt, dass diese Beerdigungen in Liberia sozusagen fotografiert wurden und so gezeigt wurden, weil für dies das ist das ist bei uns was öffentlich. Das ist also das ist einfach auch wirklich der kulturelle Unterschied, den die dann eben Ja. Ja. Ja, und deshalb w es natürlich interessant, einen nauba Filmenmacher oder Filmmacherin genau in selben Film machen zu lassen. Also wie verhandelt dann die Kultur dann diese Fragen? Also ich habe dann manchmal das Gefühl, die sind viel mehr nonchalant auch Chirurgen sowieso, die finden sie immer super. Die sagen: "Hey, Film das und das. Ich habe in der Ukraine ja auch gedreht in Krankenhäuser. Ich so Leute werde ich nie zeigen können, aber die sind super, das musst du filmen. Mal schau diesen Beruch an und wo ähm das ist immer so, ja, das muss man dann verhandeln, aber es wäre eine eine andere kulturelle Perspektive interessant. Und was ich dazu abschließend noch sagen möchte, ist ähm Arte erlaubt es uns diesen Film so zu erzählen, wie er ist? Also, wenn es nach mir gegangen wäre, wäre in dem Film jetzt auch keine Musik drin gewesen. Ja. Ähm, weil ich glaube, man muss diese Geschichten so nüchtern als möglich erzählen. Aber jetzt vom Erzählspektrum her sind wir eh schon am nüchternsten Ende. Ja, wenn ich den Film für CNN machen würde, äh dann wäre da groß bam bam dann. Also, man kann auch im Filmmacherischen die Art und Weise, wie du das erzählst, das ist mir nämlich viel wichtiger. Also ich denke mir so, okay, das ist passiert, das haben wir gefilmt und jetzt erzähle ich das so nah dran wie möglich. Ich werde sowieso manipulieren im Schnitt und so weiter, aber ich muss jetzt nicht noch ein Netflix formatiertes Storytelling haben, wo in Minute 7 32 das passiert und Minute 14 15 das passiert, weil so ist es nämlich. Ähm und dann baller ich das noch mit Musik auf und so weiter. Also das finde ich auch immer wichtig, dass man es reflektiert, so wie werden diese Geschichten erzählt, also welche Tonalität hat das und da äh ja, da merkt ihr schon, also da da das ist mir irgendwie Ja, vielen Dank. Ich glaube, wir machen jetzt mal Schluss mit dem offiziellen Teil. Erstmal vielen Dank an Sie, das Publikum. Wirklich, vielen Dank, dass ihr gekommen seid und schön, dass ihr da seid. Danke. Genau. Ja, also an Laura Sal und Karl Girstoffer und im Namen von Excellenzklasser noch mal vielen vielen Dank und ja, tolle Fragen. Ich hatte mir ganz viele Intellektuelle aufgeschrieben, aber muss ja nicht sein. Also es war ich fand ich fand's großartig. Danke schön. Danke. Kommt gut heim.
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