Afrikaleidoskop meets ARTE - Yes we can
- Title
- Afrikaleidoskop meets ARTE - Yes we can
- Abstract
-
"AfriKaleidoscope" - the film program of the Cluster of Excellence at the University of Bayreuth - showed a film in cooperation with ARTE for the second time. On 14 June 2023, the Cluster presented a film premiere. "YES WE CAN – die neue Schwarze Malerei" is a documentary film by Marion Schmidt that deals with the so-called "Obama effect" and, among other things, explores the question of whether the official portraits of the presidential couple, which were painted by African-American artists and generated a great response, were the beginning of a new era or merely the trigger of a short-lived hype. The portraits ensured that the focus is currently on a new generation of African American artists whose works are being noticed in the marketplace. The "Obama effect," however, is not limited to the United States. Throughout the Western world, attention to the diverse and powerful, predominantly figurative paintings of Black artists* has increased significantly.
As part of her film project, filmmaker Marion Schmidt visited three of them in their studios: Jerrell Gibbs from Baltimore, whose portraits paint primarily against the common clichés of Black men; Peter Uka, who is in Cologne pursuing his memories of his Nigerian homeland; and Shannon T. Lewis, whose works explore what the experience of migration means, a topic that the artist knows from her own experience. In addition, the filmmaker met an important representative of the new generation of Black artists in London: the painter Michael Armitage. The son of a Kenyan mother and a British father, he grew up with Kenyan art. Although what Armitage relates in his paintings is invariably set in East Africa, he has also studied the greats of the European art canon in depth.
Following the exclusive premiere screening of the documentary, scholars* from the University of Bayreuth discussed her film and the motivation behind her project with filmmaker Marion Schmidt. The discussion focused, among other things, on the questions that the film also pursues: Is the art of the African diaspora perceived differently today than it was a few years ago? Is the Obama effect also being felt in Africa or Germany, and what developments are there in terms of reception and appreciation of Black art? - Date
- March 25, 2024
- Language
- German
- Transcript
- einen wunderschönen guten Abend hallo guten Abend ja es freut mich sehr dass so viele Menschen doch den Weg her gefunden haben mein Name ist Ute Fendler vom excellenzcluster Africa multiple ich darf sie heute Abend hier im Kulturhaus neuninhalb in bayol Besuch besuchen genau begrüßen für eine Kooperation mit dem Sender arte wir zeigen heute als Premiere und wir sind darüber besonders glücklich zeigen wir diesen Film heute abend yes we can die neue schwarze Malerei von Frau Marion Schmidt Frau Marion Schmidt ist schon im Saal wir werden aber jetzt zuerst den Film zeigen und nach dem Film haben wir dann Gelegenheit ähm zur Diskussion zur offenen Diskussion zum zum Austausch mit mit Frau Schmidt auch der CO Co wrriter alles ist immer sonst auf Englisch ähm vom vom Skript ist ebenfalls anwesend also wir können anschließend eine interessante Diskussion haben über über diesen sehr spannenden Film der uns neue Perspektiven auftut zur schwarzen Malerei ich wünsche Ihnen eine sehr schöne Projektion und bis später vielen Dank [Musik] wer immer dieses Portrait sieht fühlt sich bestärkt dass damit ein neues Kapitel [Musik] beginnt für schwarze ist es sehr wichtig sich im Museen repräsentiert zu [Musik] sehen dadurch erschienen neue Künstlergenerationen mit ersten Einzelausstellungen und großen Ausstellungen in [Musik] Museen warum ist das nicht schon früher passiert weil der schwarze Körper wie ein Objekt behandelt wurde [Musik] in den heiligen Hallen der nationalen portraitgalerie in Washington sind sie alle ausgestellt Amerikas Präsidenten am 12 februar 2018 werden die offiziellen Portraits von mich und damit zieht hier nach 43 weißen Vorgängern das erste schwarze Präsidentenpaar ein ich musste erklären dass ich schon genug politische Probleme habe auch ohne dass sie mich wie Napoleon aussehen lassen wir müssen das ein bisschen [Applaus] kleinerfahren Menschen insbesondere an schwarze Mädchen die in Zukunft an diesen Ort kommen und ein Bild von jemandem vorfinden der wie sie aussieht und zwar an der Wand dieser großartigen amerikanischen Institution ja ich weiß welchen Einfluss das auf ihr Leben haben wir denn ich war eines dieser Mädchen als erster afroamerikanischer Maler den ersten afroamerikanischen Präsidenten der Vereinigten Staaten zu malen ist überwältigend ganz bewusst hatte sich das damalige Präsidentenpaar mit kindiy wiy und Amy sherold für zwei afroamerikanische kunstchaffend entschieden damit wurden sie zu Bereitern für eine neue schwarze Künstlergeneration die die Portraitmalerei radikal neu erfunden hat und nun gefeiert [Musik] wird Baltimore weit mehr als die Hälfte der Einwohner sind Afroamerikaner die Stadt steht für Armut Kriminalität Drogenprobleme und Polizeigewalt von hier stammt der Künstler geral gibs als er anfing zu malen ging meist um Ungerechtigkeiten und Gewalt all das was seine Community täglich erlebt damals war Gips Mitte 20 keine 10 Jahre später ist er ein vielbeachteter zeitgenössischer Maler und zwar weit über die USA hinaus im Mittelpunkt der Bilder fast immer Menschen die er kennt meist malt er Gegenentwürfe zu den üblichen Klischees von schwarzen Männern statt gewalttätiger Typen zeigt gibs ruhige manchmal melancholische Männer in häuslicher Umgebung einzelne Details wie Tapeten oder Stoffe die typisch für die afroamerikanische Kultur sind spielen für ihn eine große Rolle oder aber er zeigt liebevolle Familienväter normalerweise beginne ich mit Fotos die ich im Keller meiner Tante gefunden habe das ist meine Tante Mary während meines Studiums habe ich diese Bilder als Ausgangspunkt für meine Gemälde verwendet und heute benutze ich sie immer noch das ist meine Lebensgeschichte das sind meine Erfahrungen und angesichts der Aufmerksamkeit die viele Kunstschaffende heute haben denke ich dass es gut ist über etwas zu sprechen das charakteristisch für die eigene Erfahrung ist seine Kindheit und Jugend hat er hier in West Baltimore verbracht es gilt als die gefährlichste Gegend der Stadt sein Vater war in Drogengeschäfte verwickelt und wurde ermordet als ger 7 Jahre alt waremen dieser hier konzentrieren sich viele Menschen nur darauf den nächsten Tag zu überstehen hier lebte meine Tante und von hier stammen viele der Fotoalben die ich gefunden habe vor allem aus diesem Haus viele Bilder aus dem Album entstanden in diesem Haus im Hinterhof hier draußen wir haben viel Zeit damit verbracht auf Veranda zu sitzen und einfach mit den Leuten aus der Nachbarschaft zu reden es ist ein unterversorgtes Viertel Arm würde ich nicht sagen denn es ist reich an schönen Menschen reich an Kultur reich an Gemeinschaft ich glaube nicht dass noch jemand aus dieser Gegend Künstler geworden ist das ist hier einfach keine Option dabei hat schon als Kind etwas Taschengeld mit seinem Talent verdient für 25 Cent haben ihm verwandte und Nachbarn seine kleinen Zeichnungen abgekauft dass dieser Junge aus West Baltimore mal in Paris ausstellen würde lag jedoch außerhalb jeder Vorstellung und dann mit 34 her geral gibs eine solosow in der eleganten Pariser dependence der Marian Ibrahim Gallery während dort gerade alles für eine neue Ausstellung auf den Kopf gestellt wird hat sich die in ein benachbartes Restaurant zurückgezogen Marian Ibrahims Galerien sind derzeit die wichtigste Adresse für Kunst der afrikanischen Diaspora GIS ist für mich jemand ganz besonderes weil ich schon anfing mit ihm zu arbeiten als er noch zur Kunstschule ging er hatte schon eine eigene Handschrift auch seine Geschichte hat mich berührt seine persönliche Geschichte in seiner Malerei finde ich eine solche Wärme eine solche Nähe zu den Personen dass man glaubt sie seinen ein Teil der eigenen Familie er versteht es Emotionen zu malen und ist sehr sehr positiv man könnte sagen heiter in seiner Arbeit die Französisch somomalische Kunsthändlerin hat sich auf Künstler mit afrikanischen Wurzeln spezialisiert die in Europa und Amerika leben die meisten kommen aus der figurativen insbesondere der Portraitmalerei diese Genre galt in der weißen Kunstwelt lange als überholt aber wenig in Mode gekommen für die meisten afrikanischen oder afroamerikanischen Künstler ist das Portrait ein Weg sich mit ihrem Bild zu versöhneno Bufo ist momentan der bekannteste Künstler den sie vertritt in kürzester Zeit hat der Superstar aus gana einen raketenhaften Aufstieg hingelegt auf dem Auktionsmarkt wird er hoch gehandelt allerdings hat die steile Preiskurve sofort auch Spekulanten auf dem Plan [Musik] gerufen er hat verschiedenste Sammler angesprochen egal ob sie aus Europa Amerika oder Asien kamen und ich denke wenn ein Künstler so viele Menschen berührt dann steckt in seiner Arbeit wirklich etwas universelles die Arbeiten schwarzer Künstler ihreras sind meiner Meinung nicht für die schwarze Bevölkerung bestimmt sie sind heute auf dem Markt sehr beliebt weil es solche Portraits bislang nicht gab weil man diesen schwarzen Künstlern keine Möglichkeit gegeben hat sich auszudrücken während die Sichtbarkeit afroamerikanischer Künstler in den USA zuletzt deutlich zugenommen hat manche sprechen auch von einem Hype oder einem aktuellen Trend in Frankreich noch auf sich warten obwohl gerade in Paris ein großer Teil der Einwohner zur afrikanischen Diaspora gehört auch Marian Ibrahim sieht den Nachholbedarf und hat sich fest vorgenommen mehr schwarze Perspektiven in der Galerieszene der Hauptstadt zu etablieren sie ist fest davon überzeugt dass sich auch die Pariser Kunstwelt künftig stark in Richtung Diversität änd wir in den USA habe ich gelernt dass es eine afrikanische afroamerikanische Präsenz gibt deren künstlerischen Beitrag man nicht ignorieren kann nicht in der Musik nicht im Film und auch nicht in der Kunst ich wollte heimkehren um etwas zurückzugeben zu teilen und eine Plattform aufzubauen um auszubilden und endlich all das zugänglich zu machen was mir nicht zugänglich gemacht wurde den Kontakt zu Künstlern meiner Generation aus aller Welt die aber doch überwiegend schwarze Künstler waren Zugänglichkeit Sichtbarkeit Repräsentanz alle Kunstinstitutionen sind gefordert sich zu verändern auch der Louvre muss seine Sammlungen angesichts aktueller Debatten neu präsentieren und reflektieren die Präsidentin des alhrwürdigen und weltgrößten Kunstmuseums hat gleich bei ihrem Amtsantritt angekündigt neue Wege zu gehen derre ist seit seiner Gründung berufen die aktuellen Debatten aufzunehmen die sich gerade um solche Museen und Sammlungen drehen daher halte ich es für sehr wichtig dass das Museum daran teilnimmt natürlich beschäftigen wir uns durch ein solches Museum mit der Geschichte unseres Landes ihren Schattenseiten Kolonialisierung Sklaverei diesen Themen muss man sich stellen es gibt kein Tabu in dieser Institution vor dem Louvre hat laurencec das itet zum ersten Mal zeigt eine große französische Institution eine Ausstellung zur Darstellung von schwarzen in der Kunst so wurde aus dem Porträt einer Negerin das portraät von Madeline für die Ausstellung recherchierten die Kuratorinnen und Kuratoren nämlich die Namen der bis dahin meist namenlosen Modelle wurden sie fündig haben Sie die Bilder nach ihnen neu benannt Bekanntes aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten in dieser s war die Ausstellung leel Noir ein wichtiger meinenstein aber ich glaube nicht dass mit dieser Ausstellung alles zu dem Thema gesagt ist sie war nur ein erstes Kapitel andere Institutionen müssen es aufgreifen die Sensibilität dafür wird sich mit der Zeit entwickeln auch für Künstler mit gemischt kulturellem Hintergrund wird man sich sehr interessieren dies ist eine wichtige Frage in der politischen Geschichte Frankreichs mit seinen Beziehungen nach Übersee die absolut grundlegend sind nicht nur der Louvre viele große Museen müssen heute neue Wege suchen das Londoner Victoria and Albert Museum das weltweit über die größte Sammlung an Kunstgewerbe und Design verfügt baut einen neuen Museumskomplex der im multiethnisch geprägten Osten Londons angesiedelt sein wird Gründungsdirektor ist g cas HAF wo sieht er die Versäumnisse der großen traditionellen Häuser wenn Sie das victoria und Albert Museum besuchen denken Sie vielleicht das schwarze nicht vertreten sind aber wir sind hier genauso vertreten wie in den meisten nationalen Museen Großbritanniens wenn sie ins British Museum gehen sehen Sie das alte Ägypten das ist ein wesentlicher Bestandteil der ständigen Ausstellung es ist eine afrikanische Geschichte sie sehen den Sudan wen sie die en sie Künstler wie und Picasso die die moderne und die Abstraktion begründet haben sie taten dies weil sie auf den Pariser Märkten großartige afrikanische Kunst fanden die sie inspirierte Afrika ist überall im kulturellen Angebot der Museen vertreten es kann aber durchaus sein dass unsere Räume diese Geschichte nicht erzählen weil wir sie nicht so gestaltet haben Gus casley haford ist Großbritanniens ranghöchster schwarzer Museumsdirektor häufig hat er auf die Grenzen und Barrieren hingewiesen an die schwarze auch in der Kunst und Museumswelt stoßen ich denke people of color Menschen afrikanischer Abstammung fühlen sich zurecht in den Museen nicht gut [Musik] repräsentiert [Musik] nicht nur in Museen sondern in der gesamten Welt der Kunst waren schwarze kaum vertreten für geral gibs beginnt sich das gerade zu ändern vom harten Alltag in Baltimore zur Ausstellung in Paris auch für Sheila giips jals Frau war das eine unglaubliche Reise es ist verrückt Paris ist inzwischen wie eine zweite Heimat weil wir schon so oft da waren das vergangene Jahr war wahrscheinlich die verrückteste glücklichste seltsamste und merkwürdigste Achterbahnfahrt die wir je erlebt haben aber ich habe Paris geliebt es war wirklich toll selbst wenn es regnet ich kenne keinen anderen Ort der bei Regen so schön aussieht ich wollte schon immer mal nach Paris dieser Traum wurde wahr ich dachte wow meine Familie ist hier wow plötzlich schoss mir durch den Kopf das alles verdanken wir meinem Talent wir sind hier weil ich [Musik] maleele kstler seden Rumen und konexten da aber ich schaffe vor allem Bilder und Gemälde von schwarzen Männern die von Schönheit umgeben sind den Schönheit ist das Letzte was die meisten Menschen mit schwarzen Männern in Verbindung bringen darauf arbeite ich beim Malen hin es gibt viele Blumen in den bildelericht verschiedenen Zutaten noch vor wenigen Jahren sah das Leben von geral gibs komplett anders aus als heute mit 27 hatte er zum zweiten Mal das College abgebrochen denn er musste Geld verdienen Frau und Kind versorgen damals hat er täglich Doppelschichten in der ambulanten Pflege gestemmt eine Schicht ging von 8 bis 16 die nächste von 23 bis 7 Uhr eines Abends während meiner zweiten Schicht bekam ich plötzlich wieder Lust zu zeichnen es war reiner Zufall ich hatte ein Foto von meiner Frau Sheila und unserer Tochter regagon und beschloss einfach es zu zeichnen ich habe sheil ein Foto der fertigen Zeichnung geschickt und sie schrieb sofort zurück wer hat das gezeichnet ich sagte ich natürlich wer sonst würde ein Bild von dir und unsere Tochter zeichnen und sie nein das hast du nicht und ich doch ich habe das gemacht und sie sagte ich wusste nicht dass du zeichnen kannst ich hatte es selbst völlig vergessen weil ich es so lange nicht mehr gemacht hatte ich kaufte ihm eine Tätowiermaschine und zuehör und sagte zu du wirst uns ein bisschen was dazu verdienen wir hatten gerade geheiratet hatten keinen Cent aber lauter Rechnungen ich sagte okay wenn du sowas kannst dann verdien uns was dazu es hat Spaß gemacht auf der Haut zu zeichnen und zu tätowieren aber es war einfach nicht ausdruckstark und kreativ genug für mich ich musste mich nach den Wünschen der Person richten und zum Glück fand ich im Jahr drauf zur Malerei am Anfang war ich sehr besorgt vor allem als JAL eines Tages nach Hause kam seinen Job gekündigt hatte und sagte ich werde jetzt nur noch malen und ich sagte das ist doch nicht dein Ernst ich wusste überhaupt nichts über Malerei alle Maler die ich kannte waren tot also dachte ich erst dann wird man berühmt ich hatte keine Ahnung wie wir überleben sollten ich hatte wirklich Angst aber geral macht Ernst schafft es auf die Kunsthochschule und schließt 2020 sein Studium ab schon wenig später gewinnt er den Wettbewerb um einen prestigeträchtigen Auftrag von historischer Bedeutung für das US Kapitol soll er postum das Portrait des Kongressabgeordneten Elijah Cummings Anfertigen der legendäre Bürgerrechtler hat bis zu seinem Tod den Ausschuss für Regierungskontrolle geleitet und traditionell werden alle Ausschussvorsitzenden mit einem Portrait geehrt Mayer rockemore cumings seine Witwe war mit der Ausschreibung beauftragt das ist der Elijah e comings anhörungsraum der einzige Raum im gesamten US kapitolkomplex der nach einem Afroamerikaner benannt ist ganz im Sinne ihres Mannes stand für Maja rockemore comings fest wer immer das Porträt anfertigen würde sollte jung und aus baltimor sein in diesem Zusammenhang wurde oft daran erinnert dass auch Michelle Obama sich 2017 mit Amy sherold für eine Malerin aus Baltimore entschieden hatte das Baltimore Museum of Art schlug eine Reihe von Künstlern vor die für die Aufgabe in Frage kamen und geral Entwurf gewann hausoch alle waren hingerissen er hat eine überzeugende Arbeit vorgelegt und ger bekam den Auftrag der Entwurf des Portraits den geral eingereicht hatte war sehr viel komplizierter später nahm er vieles wieder raus räumte das Bild quasi auf entfernte all das überflüssige Zeug er meinte dass Elijah für sich selbst steht dass er all die Attribute nicht braucht dass das Portrait allein von seinem Wesen und seiner nach Angaben der US capital Society gibt es im gesamten kapitolkomplex 422 Portraits von denen nur 13 Afroamerikaner zeigen das bedeutet dass nur etwa 3% aller Portraits dort schwarze kongressmglieder darstellen immer im US Capitol Komplex stehen portritmalerei war jahrhundertelang den Reichen und Mächtigen vorbehalten so standen im Zentrum der Darstellung fast ausschließlich weiße Männer ließen sich mit den Insignien ihrer Macht abbilden Frauen hatten dem Schönheitsideal ihrer Epoche zu entsprechen das von den euräischen und nordamerikanischen Museen in der Regel nur weiße herabblicken wurde lange als selbstverständlich hingenommen vor diesem Hintergrund wirkte die Enthüllung der obamaortra wie ein dampbruch ich habe in Amerika gearbeitet als Direktor eines der Smiths Museen als die National Gallery ihr Portrait von Präsident Obama enthüte ich dort habe nicht nur die Reaktion der Presse miterlebt sondern auch die Reaktion ganz normaler Menschen unterschiedlicher Ethnien die in diesem und an den folgenden Tagen Schlange standen um das portraät zu sehen und man fühlt sich darin bestärkt dass dies der Beginn eines neuen Kapitels ist die Weltpolitik hat sich geändert die Völker des globalen Süden schreien nach Veränderung und gerade junge Menschen fordern das jetzt massiv ein für Menschen die in der Diaspora Leben ist das Thema Migration von zentraler Bedeutung shanant t Lewis verarbeitet diese Erfahrung in ihrer künstlerischen Arbeit sie ist in Toronto geboren ihre Eltern sind aus trinidat eingewandert zu Hause spielte die karibische Kultur eine große Rolle draußen war Kanada ihr Kunststudium hat Shannon in London absolviert heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Berlin als schwarze gehört sie weder in Kanada noch in Großbritannien oder Deutschland zur [Musik] Mehrheitsgesellschaft ich glaube es gibt in der schwarzen Kunstgemeinschaft einen echten Drang Figurationen und Portraits zu schaffen nachdem wir von der Kunstgeschichte so sehr vernachlässigt wurden oder wir wurden vonemand dargestellt es geht also darum einen Kanon zu schaffen Bilder mit denen wir für uns selbst sprechen zu meiner eigenen Arbeit kann ich sagen dass es für mich sehr wichtig ist das Schwarz sein und besonders schwarze Frauen allgegenwärtig zu machen nachdem wir vi oder 500 Jahre weißer Malerei hinter uns haben nicht um aufzuholen sondern um sie universell zu machen das ist die Idee ich beziehe die Bilder für meine Arbeit aus Mode und architekturmagazinen weil mich die Codes die Strukturen der Weiblichkeit interessieren man kann dort sehr deutlich gesellschaftliche Rollen herauslesen sie sagen eine Menge aus ich schneide tonnenweise Bilder aus und probiere wohin sie passen dann vergrößere ich sie und verwende sie als Vorlage zu malen diese Kollagen sind quasi meine skitzen als ich etwa Zeh war habe ich Zeitschriften nach Bildern von schwarzen durchforstet ich weiß noch wie ermüdend das war es ist so wichtig etwas zu haben zu dem kleine Mädchen oder egal wer da draußen Aufsehen kann Dinge Objekte die Sie zum Träumen bringen [Musik] für mich begann das Thema Migration in meiner Arbeit mit der Frage nach Heimat bei uns war trinidat immer die alte Heimat obwohl wir in Kanada lebten sie wurde mir durch Erinnerungen ander vermittelt es ging also darum Heimat durch die Stimme einer anderen Person durch ihre Träume und Erinnerung zu begreifen auch Toronto war irgendwie Heimat aber irgendwie auch nicht die obligatorische Chesterfield Couch der kleine Gentleman und sein Traumauto die Kleidung alles unverkennbar am britischen Geschmack orientiert und ein deutlicher Hinweis auf den Anpassungsdruck den Migranten ausgesetzt [Musik] sind es ging immer darum wie wir uns zu Hause Verhalten in der alten Heimat und wie hier und es ging darum zwischen beiden Welten zu navigieren und um Anpassung die Figuren in meiner Arbeit betrachte ich als Verwandlungskünstler ihnen wachsen die Arme und gedmaßen die Sie gerade brauchen und sie werfen sie wieder ab wenn Sie sie nicht mehr brauchen [Musik] erst als ich nach Deutschland zog wurde mir wirklich klar wie anglophil und kolonial und britisch mein Denken war Migration hat also auch damit zu tun sich von dem Ort an dem man war zu entfernen um ihn wirklich zu verstehen Marian Ibrahim die Shan and T Lewis heute als galleristin vertritt hatte einen Artikel über sie entdeckt und fühlte sich sofort angesprochen als Kind somalischer Eltern in Neukaledonien geboren hat auch Marian Ibrahim an vielen Orten gelebt wie Bordeaux Paris London siattle Chicago und nun auch mit einem Fuß in Mexico City sie wusste genau worum es ging um Frauen schwarze Frauen und um Nähe im öffentlichen und privaten Raum und dann hat sie mir erklärt worum es in meiner Arbeit geht ohne dass ich etwas gesagt habe ich war so schockiert denn normalerweise glaube ich Arbeit vermitteln und erklären zu müssen aber sie hat sie sofort verstanden ich hatte diese Intuition bei Shannon als ich ihre Arbeit zum ersten Mal sah bei SH war es Liebe auf den ersten Blick man trifft jemanden und es passiert etwas weil mich ihre Materie ihre Technik die Themen die Sie anspricht und ihr ganz besonderer Surrealismus [Musik] berührten das schöner am kreieren dieser Bilder ist dass in deinen Träumen Menschen vorkommen die dir ähnlich sehen man muss sie sich nicht erst ähnlich machen es geht darum ein Vokabular für junge oder auch ältere schwarze Frauen zu schaffen damit sie in ihren eigenen Träumen stattfinden Schönheit ist auch eine Form von Widerstand denn uns war es nicht vergönnt schöne Dinge zu haben ich will Schönheit auf etwas historisch hässlichem aufbauen als Antwort auf all das haben schwarze Künstlerinnen und Künstler beschlossen sich diese Codes wieder anzueignen ein Statut der Macht zu schaffen sich schön zu machen und die Schönheit die sie verkörpern auch wieder auszustrahlen und warum ist das nicht schon früher passiert weil der schwarze Körper als Objekt behandelt [Applaus] wurde ich möchte mit unbewussten Bildarchiven spielen sie dekonstruieren vielleicht neue Bilder hinzufügen und dann alles neuischen für mich geht es also immer wieder um Kollage und Fragmentierung we ich versuche neue ces neue Verbindungen neue Synapsen zu [Musik] schaffen mehrere Heimaten sich in verschiedenen Kulturen bewegen damit kennt sich auch michaelitage aus er einer der Stars der neuen schwarzen Kunstszene als Sohn einer kenianischen Mutter und eines britischen Vaters wuchs er zunächst in Kenia auf hat sein Kunststudium aber in London absolviert dort wurde er an einigen der besten Schulen für Malerei ausgebildet zu Beginn seiner Ausbildung war er noch ganz durch die Werke kenianischer Künstler geprägt von denen er bis heute fasziniert ist und die jenseits des afrikanischen Kontinents niemand kennt durch sein Studium hat sich amitage aber auch sehr genau mit den großen europäischen Malern beschäftigt in vielen seiner Werke sind Spuren dieser Auseinandersetzung erkennbar doch die Geschichten die amitage in seinen Bildern erzählt sind immer Geschichten aus [Musik] Ostafrika dieses Gemälde heißt arestzelle es entstand nachdem ein Freund von seinen Erfahrungen in einem Gefängnis in Nairobi te während er in der Zelle auf seinen Prozess wartete musste er zusammen mit all den anderen Insassen mit aneinanderliegenden Köpfen schlafen die Gesichter alle in dieselbe Richtung gedreht damit sie sich nicht anatmen es gab keine Betten sie waren so viele und sie bekamen nur diese flohversuchten decken die Szene hat etwas sehr verstörendes aber auch etwas unglaublich intimes an sich da bildet sich fast Landschaft von Körpern um diese zentrale Säule von Köpfen die Bilder die hier in Michael amitage White Cube Gallery in London zu sehen sind wurden auch in einer aufsehenerregenden Ausstellung der Kunsthalle Basel gezeigt Bilder die alle in Kenia und alle plenire also im Freien gemalt sind die Pandemie hat ihn dazu gebracht erstmals ausschließlich draußen zu arbeiten die Leiterin und chefkuratorin der Kunsthalle Basel hatte die Ausstellung lange mit ihm geplant um möglichst viel neue Werke zeigen zu können die Ausstellung beginnt mit dem vielleicht kleinsten Werk und doch ist es ein äußerst kraftvolles das Bild heißt Kopf von kalel und erzählt eine schreckliche eine brutale Kolonialgeschichte [Musik] kalel war Anführer der Nandi der von den Briten geköpft wurde um ihren Widerstand gegen den Kolonialismus zu brechen der Kopf wurde nach Großbritannien verschleppt und nie zurückgegeben Michael amitage tut das gewissermaßen er porträtiert ihn mit Zärtlichkeit aber das besondere Material auf dem er malt offenbart auch die Brutalität der Geschichte als ich noch ziemlich gestische Bilder auf leinband gemalt habe wurde ich immer mit dem deutschen Expressionismus oder neoexpressionismus der postmodernen Malerei oder ähnlichem in Verbindung gebracht aber eigentlich wollte ich meine Malerei von Anfang an in Ostafrika ansiedeln deshalb habe ich die verschiedenen Aspekte meiner Arbeit hinterfragt von denen der vielleicht wichtigste das Material ist auf dem sie entsteht lubugo heißt der mgrund mit dem Michael amitage lange herumexerimentiert hat der Stoff wird aus der Rinde eines afrikanischen Feigenbaums gewonnen und aufwendig in vielen Arbeitsschritten bearbeitet das Material ist kulturell extrem aufgeladen in Ostafrika wurden Könige damit gekleidet und tote darin begraben aber was macht das Material als Malgrund so interessant zunächst einmal zeigt es uns dass weiße Leinwand keine neutrale Wahl ist wird von Hand und nach alter Tradition hergestellt typisch dafür sind auch diese Schnitte wie Wundnähte dielich in seinen Bild sieh sie auf Bild so ein Beben eine besondere Tiefe mit zwei ganz verschiedenen Bilderwelten aufzuwachsen hat Michael amitage immer als Bereicherung empfunden aber an wen denkt er wenn er malt in meinem Kopf war mein erstes Publikum immer ein kenianisches danach gab es viele andere aber es war immer zunächst das kenianische Publikum ich wollte dass meine Arbeit das Leben der Kenianer wiederspiegelt und das hat meine Herangehensweise wirklich verändert daher bin ich von abstrakten Bildern zu figurativen übergegangen ich würde sagen dass ich mich für Themen interessiere die Teile des menschlichen Lebens sind und manchmal auch für die Geschichten über die die Menschen nicht sprechen die nicht aufgezeichnet und nicht erzählt werden das ist für mich immer eine Herausforderung da mich narrative Malerei interessiert in der Ausstellung ist eines der größten Gemälde zu sehen das Michael amitage je geschaffen hat es trägt den Titel Dora in Klammern sal Musik es ist ein gemlde von epischem Ausmaß wenn man es anschaut erinnert man sich an die Erfahrungen die man im luvre im met in großen Museen gemacht hat in denen historische Gemälde ausgestellt sind Gemälde die in der Regel von weißen männlichen Künstlern gemalt wurden und die Geschichte weißer Männer erzählen und hier porträtiert Michael Armitage Dora das ist die stätische Mülldeponie vor den Toren von Nairobi auf der der gesamte Abfall der Stadt entsorgt wird bei diesem Bildaufbau hat man das Gefühl dass man Manes deunlerb Frühstück im Grünen vor sich hat es ist ähnlich komponiert aber anstelle eines weißen Vergnügens eines gemütlichen Essens im Gras sind hier Musiker mit möllsammlern und Schweinen und anderen wilden Tieren mitten auf einer Müllhalde versammelt es ist ein kraftvolles Gemälde diese Kraft entspringt auch dem Maßstab in dem Michael es wagt zu malen und der den Dimensionen epischer Historiengemälde entspricht die wir kennen ein europäischer Maler der zu den wichtigsten Vorbildern des jungen Stars zählt ist Francisco de Goya amitage hat es als große Ehre empfunden als eine Ausstellung in Madrid Werke gojas mit seinen eigenen im Dialog präsentiert worden ich habe viel Zeit damit verbracht über gojas Werk nachzudenken seine schwarzen Gemälde sind so grob und doch raffiniert gemacht sie sind in jeder Hinsicht schonungslos die Farbe wird so direkt eingesetzt die Themen sind so direkt niemand entgeht seinem Blick wenn jemand sein Handwerk meisterlich beherrscht und versucht sich von den Ideen der Akademie zu befreien und etwas so direkt wie möglich auszudrücken was das bewirken kann wie es ist vor einem solchen Werk zu stehen diese erste Erfahrung die ich beim Betrachten von Goya gemacht habe ist mir bis heute geblieben dieser Typ hier mit seinen Sachen bin ich aufgewachsen er kommt aus meiner Gegend sein Name ist bongus als ich in den 80ern aufgewachsen bin habe ich ihn sehr oft gehört er war der bekannteste Künstler aus meiner Heimat er kommt vom gleichen Stamm wie ich wir kommen aus demselben Ort er hat eine große Rolle für meine Liebe zur Musik gespielt der Maler Peter stammt aus Nigeria heute lebt und arbeitet er in [Musik] Köln [Musik] da ich meine Heimat vermisse mal ich diese Bilder hänge sie um mich herum auf und habe das Gefühl dass ich jetzt gerade dort bin obwohl ich hier eine liebevolle Familie und ein tolles Zuhause habe vermisst ein Teil von mir immer noch meine ursprüngliche Heimat die Menschen die ich kannte habe ich so in Erinnerung behalten wie sie damals vor 30 Jahren waren es ist eine Art Therapie gegen das heimw gleichzeitig kann ich etwas tun was ich wirklich liebe was meine Leidenschaft ist es ist eine Art wie ich es kenne [Musik] darzustellen [Musik] meine Leute lieben kräftige Farben wir lieben es ein rotes Hemd ein gelbes Hemd eine blaue Hose oder einfach ein strahlend weißes Hemd zu tragen wir möchten präsent sein wir möchten dass man uns bemerkt wenn wir den Raum betreten wenn ich also meine Werke kreiere versuche ich diese Farbpalette nachzubilden für die meine Leute bekannt sind auch Peter wird von der Marian Ibrahim Gallery [Musik] vertreten ist handwerklich perfekt seine Arbeit zeigt dass er ein ausgezeichneter Maler ist aber das ist nicht alles er zeigt Emotionen Bewegungen wenn ich seine Arbeit und diese Bewegungen betrachte werde ich sofort mitgerissen ich erinnere mich an die Gerüche ich glaube die Musik zu hören ich höre Geräusche Schritte und schwelge in Erinnerungen [Musik] die technische Perfektion hatte Peter er bereits während seines Kunststudiums in Lagos erworben das freiere Arbeiten lernte er dann durch ein weiteres Studium an der Kunstakademie Düsseldorf kennen inzwischen wenn bei der Arbeit in seinem Kölner atier den Erinnerungen an seine nigerianis denkt er gelegentlich an seine ersten Eindrücke als Afrikaner am [Musik] rehein als ich das erste Mal herkam konnte ich einige Museen besuchen aber ich sah nichts was mich in irgendeiner Weise widerspiegelte eines Tages aber hatte ich das Glück ins Museum Ludwig zu gehen das gleich um die eckon em haust und zum ersten Mal sah ich einen schwarzen Künstler der sich einfach so ganz selbstverständlich dargestellt hat und ich war einfach überwältigt das war genau das was ich machen wollte aber ich hatte immer Angst wie es wohl aufgenommen [Musik] würde [Musik] wenn ich mir Peters Arbeit ansehe gibt es eine Art Einvernehmen jeder findet sich in seiner Arbeit wieder wir finden uns wieder weil er über eine Zeit spricht die wir alle in unserem Gedächtnis tragen ein eher ungewöhnliches Peter uckerwerk hängt im Rathaus der Stadt Köln es zeigt den ehemaligen Oberbürgermeister Jürgen Rotas als der gefragt wurde wer das übliche amtsportrait anfertigen solle bat er kurzerhand seinen Nachbarn Peter den Auftrag zu übernehmen das war eine sehr interessante Erfahrung und hier sind wir nun ich es seit sein Enthüllung sehe ich war seither nicht mehr hier ich habe es nicht an der Wand hängen sehen es ist eine sehr große Ehre wenn man sich das Werk noch einmal ansieht sieht man bestimmte Dinge und denkt sich das hätte ich rausnehmen sollen das hätte ich hinzufügen sollen das hätte ich vielleicht ein bisschen kürzer machen sollen man entdeckt immer wieder irgendwas damals hieß es oft wow er ist doch älter ja ich wei aber habe ich ihn erlebt und so nehme ich ihn wahr die ersten Entwürfe für das Bürgermeister Portrait stehen noch im Atelier so erfolgreich Peter ucker mit seinen Bildern zurzeit auch ist ob er auf dauerportraits malen wird weiß er noch nicht im Moment beschäftige ich mich viel mit figurativer Malerei aber vielleicht werde ich das in den nächsten Jahren nicht mehr tun vielleicht wen ich mich etwas anderem zu denn ich glaube dass Stagnation oder das Verharren in der Komfortzone für einen Künstler den Tod bedeutet wenn man sich in eine Komfortzone begibt stirbt man das ist das Ende vergiss es du bist erledigt du musst dich ständig weiterentwickeln du musst dich bewegen du musst etwas anderes ausprobieren du musst dich selbst herausfordern einige erfolgreiche Maler wie amoo Michael amitage oder Obamas portretist unterstützen nun ihrerseits Künstler in Afrika wenn die ihre Arbeiten dann aber in Europa oder Amerika zeigen wollen gibt es hohe Hürden Visa für junge afrikanische Künstler zu erhalten immer no sehr schwierigor nicht empfangen weil man ihm kein Visum ausgestellt hat ich finde es traurig dass es für Künstlerinnen und Künstler so schwierig ist zu reisen sich zu entwickeln und Zugang zum Markt zu Institutionen oder zu Bildung zu erhalten die Obama Portraits haben die Welt der Kunst in einem Maße aufgemischt wie es niemand absehen konnte die Geschichte der Kunst muss neu geschrieben werden sie wurde schon viel zu lange von weißen Männern geschrieben die ausstellungsprogramme der Museen müssen überdacht werden bei all dem muss der Fokus auf eine wahrheitsgemäße Darstellung der kulturellen Vielfalt gelegt [Musik] werden [Musik] je mehr wir lernen offen und verständnisvoll zu sein verschiedene Lebensweisen und Ideen zu erleben desto besser geht es uns als Gemeinschaft auch die kleinste Chance etwas zu sagen möchte ich nutzen um mit meiner Malerei eine neue Geschichte zu [Musik] erzählen [Musik] inzwischen fordert unser Publikum die Öffentlichkeit das tatsächlich ein Künstler fordern es ein das ist keine vorübergehende Sache sondern ein grundlegender Richtungswechsel in unserer [Musik] Geschichte [Gelächter] [Musik] [Musik] [Musik] [Applaus] ja vielen Dank für schönen Film dann darf ich jetzt regissur [Applaus] aufüne gekommen sindige Worte zu fragung genau ja vielen Dank dass Sie nach bayot gekommen sind vielen Dank für den wunderschönen Film über Titel und das können wir glaube ich gleich diskutieren ich würde gerne vorab nur schnell Frau Schmidt vorstellen ich muss zusammenfassen weil ihre Liste an Werken ist sehr beeindruckend und sehr lang auch die der großen Preise die erhalten hat sie hat in Main und in Bremen studiert sowohl Germanistik als Architektur aber eben auch Sozialpädagogik und Soziologie stimmt es soweit mehr oder weniger Sozialarbeit Sozialarbeit ja äh aber insofern soll dieses weite Spektrum schon in in ihrem Studium schlägt sich auch wieder in in den wirklich der großen Palette an Themen wenn Sie das mal nachschlagen mögen an der großen Palette an Themen die sie in ihren Filmen bearbeitet m und auch also sowohl für Hörfunk als auch für eben Art oder andere Fernsehsender seit vielen Jahren sehr beeindruckende Dokumentarfilme und Features macht und heute abend eben mit ihrem neuesten Film hier ist den wir jetzt als erst zu sehen bekammen vorab und dann würde ich jetzt gerne noch die Moderatorin des Abends auf die Bühne bitten Frau Meer Schellenberg nehmen Sie ruhig schon mal Platz glaube ich und dann Frau Meer Schellenberg ist hat Kunstgeschichte und Design studiert in an der Hochschule Universität federal Rio de Janeiro in Brasilien und ist seit einigen Jahren Doktorandin an der international grool afan studies hier in beayut und arbeitet zu Stoffen also V Alling wax in Nigeria und in Brasilien hat auch im Eva lieverhaus dem Zentrum für zeitgenössische afrikanische Kunst an der Universität bei reut an mehreren Projekten mitgearbeitet und wird die die erstm die Unterhaltung mit Frau Schmidt beginnen bevor wir dann öffnen für das Publikum für Fragen und die Diskussion vielen dank vielen Dank noch mal an sie ah Moment ich habe was wichtiges vergessen auch wenn der coautor sehr gut in der coautor nicht auf der Bühne sitzt sitzt er doch bei uns im Saal der zusammen mit Frau Schmidt den Film das Buch zum Film geschrieben hat Herr Herr quamina amissa beiden ganz hinten er wollte leider nicht auf die Bühne kommen aber ich möchte ihn trotzdem gerne begrüßen aus aus gana tapus gana hat viele Jahre sowohl in Frankreich als auch in Deutschland gelebt war Musikproduzent aber ist auch Tanz und textilkünstler und kennt sich sehr gut in der Kunst und Kulturszene aus und hat hier mit Sicherheit viel seines Wissens mit eingebracht wovon wir heute Abend in dem schönen Film profitieren konnten hiermit übergebe ich dann die Mikros übergebe an sie beide vielen Dank danke ja guten Abend ja guten Abend sehr schön dass so eine Halens voll ist danke für heute uns kommen und viel Dank auch für diese gröartige Film und es ist so wichtig solche hab soofen für Kunstler schwarze kunsten über ihre Werk zu zu diskutieren und auch sehr respektvoll und ein powerweise auch es ist wichtig in den Film kommt s worort nicht nur die kstler so sehr wichtige die kstler aber auch wie wir haben verschiedene Perspektive von dekoratoren auch Galeristen und museend Direktor und das geben uns viel Information über das Leben Künstler und auch wie sie arbeiten wie welche Musik sie gerne hören und aber auch die Gründe warum sie istind in der Lage sind für also diese Barrieren zu brechen so die Barrieren die kunstzene und ja ich würde gerne so Beginn Frage über die tiäte wir haben ein bisschen darüber vorher gespören yes we can also wie wie war das auch in der in der Frage auch errutschen wie war also woher kam die die Motivation im Film zu produzieren und wie war die die Beziehung mit die Konle auch mit der Galerist und die andere die da sind das sind viele Fragen okay wenn ich mit dem Titel anfange jetzt im Nachhinein finde ich den yes weeken für den Film irgendwie ganz nah liegend aber ursprünglich war ganz lange der Arbeitstitel black is beautiful dann weil das für mich irgendwie immer stand für äh Selbstermächtigung für Selbstbewusstsein abgeleitet aus der 60er Jahre Bürgerrechtsbewegung wo das ja eine Parole war dann habe ich gemerkt dass ganz viele jüngere Leute überhaupt nicht diese Assoziation haben und ganz anders darauf reagieren und dachte ich glaube ich muss mich von dem Titel verabschieden und na ja dann nach so bisschen Brainstorming [Musik] sind wir dann auf den Titel gekommen ich denke er passt auch und die andere Frage die Motivation also ich war ich glaube 2014 bei einer Preisverleihung im Museum Ludwig in Köln Wolfgang hahnpreis ein renommierter Preis der damals an carry James Marshall vergeben wurde und der ist ja so ein bisschen der Übervater der schwarzen Künstler ähm und Marshall hat damals einen Vortrag gehalten indem er ähm historisch sehr ausgeholt hat und erklärt hat also sehr für mich sehr eindrücklich erklärt hat wie ähm unterbelichtet schwarze in der Kunst sind sowohl als ähm Künstler aber auch als Motiv sehr selten zu sehen sind und wenn dann in zweifelhaften Rollen und äh das äh und das dann eben schwarze wie Peter ucker das am Ende auch erzählt wenn sie in die Museen gehen in USA in Europa sich einfach nicht wiederfinden was sie von den Wänden anguckt sind weiße in der Regel und seitdem hat sich das Thema irgendwie in meinem hinter Kopf eingenistet dann hatte ich immer mit anderen Sachen zu tun hatte auch noch nicht so richtig die Idee wie darauf zugreifen aber es hat immer gearbeitet und ich habe dazu gesammelt immer mal wieder was gelesen diskutiert und äh dann als ich den ersten Vorschlag wirklich auch zu Papier gebracht habe und ein erstes Konzept hatte kam Corona damit waren ähm die ja die Reisen die gemacht werden mussten ich hatte ursprünglich auch noch sehr viel mehr amerikanische Künstler nicht mehr möglich das heißt damit war eigentlich alles erledigt und nach Corona musste ich dann mit demem neuen Konzept auch wieder neue Künstler finden und ich fand jetzt diesen Ansatz nach Obama diese dieser Durchbruch auch nach jüngeren Künstlern zu gucken was hat nachfolgende Generation daraus gemacht oder davon profitiert das hat mich interessiert in Kombination mit der Marian Ibrahim der galleristin die ja auch in relativ wenigen Jahren einen großen Aufstieg und Erfolg errungen hat und sich sehr eben äh mit ihrer Spezialisierung auf afrikanische und diaspor Künstler ja es sich eingesetzt hat für diese Künstler und auch sehr profiliert hat auf dem Gebiet und sehr wichtig ist für diese Künstler also durch Marian ibrin dann kann könen Sie Mitte mit der kstler zu zu kennenlernen kennenzulernen zum Teil ja also ihre Künstler die sie vertritt Michael amitage ist noch anders das hat eigentlich auch schon wieder den Umweg über Elena philippowitsch die Leiterin der Baseler Kunsthalle die hier auch erschienen ist die hat damals bei der Preisverleihung von der ich erzählt habe die Laudatio gehalten und daraufhin habe ich weil ich auch interessant fand wie sie daran gegangen ist so ein bisschen verfolgt was sie gemacht hat also auf dem Umweg ja genau ich würde dann jetzt ja der Film beginnt mit der Portrait dies Obamas ne und danach gab diese also weltweit diese einflüste von von was da USA passiert auch haben wir in in Brasilien z.B ausgespurt der viel mehr Raum für für schwarze Kunstler auch für kuraturen und andere Bereiche Kunst kunsteinrichtung und ja weil sie wie sehen Sie das auch in so in Europa z.B gab's diese obamaeffekt sie schekt war ursprünglich gemeint dass als die Portrait zum ersten Mal ausgestellt wurden in der nationalen portraitgalerie ähm plötzlich Herscharen von Leuten kamen die vorher nicht das übliche museumspublikum waren um die Portraits zu sehen sich damit identifiziert haben selfis davor geschossen haben und einfach ein unheimliches Interesse ausgelöst haben bei einer späteren Städtetour die die Bilder noch in den USA gemacht haben genau das gleiche das war hieß der obamaeffekt und was war jetzt noch die Frage ja das hier in europaan ja also man spürt das manche sprechen von dem H oder jetzt sei überall afrikanische Kunst zu sehen und das sei das Thema so ist es natürlich nicht also da ist noch hat mich viel Nachholbedarf und und es ist auch kein vorübergehender Hype also das Schätzen jedenfalls die meisten so ein G casley haford sagt es ja auch das ist eine grundlegende wänd und nicht irgendwie so ein kurzes auf aufbeäumen aber dazu gehört natürlich noch sehr viel mehr ähm es geht nicht nur um Künstler es geht um Kuratoren es geht um museumsleitungen die ganze Szene muss diverser werden ja weiter mit portrende figurative ich glaube das ist eine von der größes Themen des Films ne wie verschiedene Kunst fast alle Künstler glaube ich haben mit portraen figurativ gearbeitet und sie haben gespürt z.B wie die Farbe nutzen ist und wie die körpen darstellen würden und auch wie Schönheit eine Formel so Widerstand nicht also wie sehen sie diese unterschieden zwischen die klassische portrit und die portr diese KST also klassische Portraits sind ja meistens die Portraits der reichen mächtigen Leute die sich leisten konnten Portraits von sich malen zu lassen das sind so die klassischen und wenn da mal schwarze als Motiv auftauchen dann sind das Bedienstete rigte Sklaven exotisches Beiwerk aber sie sind eben nicht im Zentrum und nicht äh würdevoll und mit Respekt äh gemalt und das macht nun diese Portraitkunst äh und will auch sehr deutlich zeigen ähm schwarze äh haben ihre eigene Kultur ähm haben ihren Lebensstil äh schwarze in der Freizeit das ist ein ganz besonderes Thema weil man sie immer nur arbeiten hat arbeiten sehen m Schönheit wurde quasi synonym mit Weiß weißer Haut verwendet deswegen ist Schönheit auch ein ganz großes Thema m es auch selbst annehmen zu können dass man nicht fremd definierte Schönheit verkörpert sondern auch seine eigene da spielen dann die Farben rein da spielt dieses auch expressive was Peter ucker so beschreibt eine große Rolle ich fand auch interessant z.B wenn wir die die Porträt von Michelle ob sehen Sie Nut diese die Künstlerin hat so ein grisal genutzt und aber dann sehen wir z.B Peter und er macht sehr kraftvolle Farbe und das hat auch zu tun mit wie die Schöheit für die kunünstler ist ja das ist bei ihm natürlich relativ nostalgisch aber so in dem Sinne man steht zu diesem Lebensstil den man feiern will den man genießen will und ähm sieht sich selbst nicht als eine Randfigur sondern stellt diesen äh Lebensstil diese Ausdrucksform we das in den Mittelpunkt ins Zentrum ja also ja sie sagen vielleicht schon halt kein universal Begriff ne jeder kann auch ähm von verschiedenen ähm Referenz äh diese schon no rein ähm [Musik] konzeptieren ja weiter mit auch mit der Referenz auch wir sind m die konst sie haben verschiedene Referenz gesammel Fotografie von Familie und auch freundskreis und auch fand sehr wichtig viele die Materialen die die nutzen z.B amitage bringt diese aus Grün von Werk die luungu die das ist der Stoff ne der rindstoff und alle auch diese Referenz und Technik und materiale sie sie haben auch Fall so e Geschichte und aber das ergebennisse so was die Gemalde sind am Ende sie sind wir können alle uns damit identifizieren ne und ja ich würde so wie sehen Sie das dass ganz intime bildde kommen am Ende auch ein bisschen also universell sozusagen ja auf jeden Fall man bekommt sie ja überhaupt erstmal zu sehen um um sich selbst reinzufinden oder abzugleichen oder zu identifizieren das sind ja wie Marian Ibrahim im Film auch sagt sie denkt äh die Bilder der schwarzen mal oder die Malerei ist nicht nur für schwarze das ist einfach eine Lücke die man jetzt zunehmend sieht und die man wahrscheinlich auch erst empfindet in dem Moment wo wo sie diese Bilder vorhanden sind und ich glaube können wir auch ein bisschen über die die Muse und Kultur einrichten sprechen haord er sagt sehr interessant die schwarze Menschen sind überall in solche Museen so aber sie haben seine ihre also wir haben unsere Anwesenheit nicht selbst gut Tier wir sind da aber genau wie sie gesagen haben in wie waren also in in der Mitte und in respektvolle Weise und welche Schritt sollen dann diese diese Kultur einrichten nehmen Unternehmen und mehr Diversität zu erreichen das eine ist sicherlich in den Museen entsprechenden Kontext herzustellen und Perspektiven einzuführen diese Bestände auch neu zu betrachten das ist das eine aber was g casle hford zurzeit macht und vor sich hat ist ja Gründungsdirektor des victorant Albert Museums East das ist eine museumsneugründung im sehr gemischten Osten von London wo er wie das macht weiß ich noch nicht aber wo er sich sehr bemühen will oder das ist eines seiner wichtigsten Ziele eben dann auch die entsprechenden Bevölkerungsgruppen von allen möglichen Ethnien Altersgruppen sonst wie ins Museum Reinz bekommen und ihnen auch was bieten zu können also was was wirklich womit sie sich identifizieren können was ihr Interesse weckt wo sie ähm ihre Welt gespiegelt sehen ein die erste Anschaffung übrigens für dieses Museum war ein äh großes Gemälde von von Wiley der Barack Obama porträtiert hat und der stellt ja sehr oft ganz normale Menschen in einem Kontext da oder in einem Stil da in dem sonst ja Potentaten gezeigt werden und er hat eine Frau die auf dem Markt in dieser Gegend von London gesehen hat und gefragt hat ob er sie porträtieren darf dann auch wirklich gemalt und dieses Gemälde ist dann quasi die erste Anschaffung für das neue Museum er hat auch gesagt dass dies ist keine also geben sonder so erfordert ne für für aus Künstler schwarze Kunstler auch schwarze so andere kunstfachleute und ich ich sehe auch in Brasilien dass wenn wenn der stat z.B in der kulturicht nicht der raumofen viele haben selbst was unternehmen so kleine Gemeinschaft Kollektiv gegründet oder Kunst Häuser gemacht und und danach kam vielleicht depress dazu und dann wird mehr berümt also wie sehen Sie das hier in in in in Europa Seen ist ist auch so ein bisschen so auch eine parallelszene Kunstszene die V Schw z.B da bin ich mir ehrlich gesagt nicht dass ich da so den Überblick habe ich habe nicht den Eindruck dass es so eine geschlossene nichtweiße Kunstszene gibt aber da würde ich mich jetzt zu weit vorwagen okay also haben wir schon Frage von Publikum vielleicht wäre toll wenn jemand a wir haben der erst da ah klar auch Fernsehen ja vielen vielen Dank ich fand den Film extrem faszinierend ich habe mich nur gefragt ob dieses narrativ was sie haben dass das sozusagen mit der Enthüllung der Obama Gemälde so angefangen hat nicht auch verschweigt dass z.B Harlem Renaissance dass es da Künstlerinnen gab die eben auch gemalt haben die auch so Musik und und andere Form von schwarzer Kultur auch Bürgerlichkeit ja also auch nicht nur arme Menschen sondern auch in wohlhabenden ich hatte jetzt gerade die ganze Zeit nachgeguckt ich habe 2015 im Whitney Museum eine Ausstellung von MLE oder wie heißt der gesehen also Künstler der von 1890 bis 1980 gelebt hat und eben in den 20er Jahren sehr berühmt war wie greifen Sie das also oder ist es okay das nicht aufzugreifen weil der Film sagt ja wirklich damit fing es an und damit fing es vielleicht nicht genau an oder so oder wie wie genau muss man da sein oder warum ist es wichtig dass mit diesem narrativ dann jetzt noch mal zu betonen was fing jetzt wirklich noch mal anders an vielleicht also es gab sicher äh immer schon Entwicklungen vorher aber man kann es nicht so so komplett umfassend erzählen dann denke ich verfasert man sich auch diese Obama Portraits waren ein Momentum denke ich und haben einen gewissen Durchbruch gebracht dass sie jetzt das allereinzige waren würde ich auch nicht behaupten aber vielleicht viicht doch in in den letzten Jahren das Wichtigste und es ging mir darum zu zeigen dass damit viel passiert ist also dadurch viel passiert ist es ging mir nicht darum jetzt die komplette Kunstszene schwarze Szene in allen historischen und auch im Unterschied der Stile und sonst was zu diskutieren sondern zu verfolgen das war auf jeden Fall ein ganz wichtiger Moment und wie haben jüngere Künstler eine nächste Generation das aufgegriffen was hat das für Sie bedeutet was hat es Ihnen ermöglicht ichu ganz kurz was sagen Hall funktioniert überhaupt bin mir nicht so sicher ja als Kunsthistorikerin und Ethnologin und ich beschäftige mich seit Jahren mit mit anderen Ethnien in in der Kunst und wir leben in New York ich seit 15 Jahren die sie haben es auf jeden Fall richtig aufgegriffen denn ich erinnere mich z.B natürlich gab's vorher baskiat etc etc aber eine baskat Ausstellung vor 2 Jahren ist was ganz anderes als vor 10 Jahren vor 10 Jahren hätte man sie wie sie das auch vorher mit dem Titel sagten noch in die 70er Jahre 80 oder in die 80er Jahre in seinem Fall verknüpft heute genau wie sie das beschrieben haben in dieser baskat Ausstellung z.B da kam die ganz jungen Leute haben selfies gemacht haben sich wirklich identifiziert also sich selbst gefunden und zum ersten Mal dargestellt dass sie dass sie gesehen werden und sich gegenseitig auch auch sehen können und und darstellen können was ich fragen wollte war zu der Zusammenarbeit an dem an dem Film wie wie das so etwas strukturiert war zwischen ihnen beiden danke übrigens für den super Film ach schön freut mich die Zusammenarbeit bestand hauptsächlich darin dass Billy der einfachhaltaber statt den langen Namen mich ja immer wieder gefüttert hat mit Informationen mich aufmerksam gemacht hat auf ganz vieles ähm teilweise mit mir gegangen ist zu Vorgesprächen ähm oder auch bei Dreharbeiten dabei war was z.B auch die Atmosphäre sehr entspannt hat weil we frauragen ja klar denke ich mal also es war immer auffällig dass die Atmosphäre viel entspannter war und ja und einfach wir haben das immer diskutiert und war Ideengeber und wie gesagt von Anfang an da das ja bei mir auch so eine lange Entwicklung hatte eigentlich immer dabei angefangen bei der Preisverleihung von der ich vorhin erzählt habe würde ganz konkret interessieren war das ganz konkret mich interessieren war das weil sie eine weiße Frau sind oder vielleicht lag es auch an verschiedene Art Humor ist dass er dann den Humor also Sie können sich selbst wenn Sie möchten der den Humor anders aufgefasst hat man ja aus verschiedenen Kulturen gib ein anderen Humor als bei uns in Deutschland oder also Musik z.B das sind dann Titel oder Namen die mir gar nichts sagen und dann klickt es sofort ja das spielt schon eine große Rolle einfach manchmal sind es nur Stichworte oder [Musik] oder der peter ucker hat Hemd gemalt so bisschen 70er Jahre Stil und sagte ich weiß gar nicht mehr wie hießen denn diese Hemden wusste sofort und sagte eleganza so waren sie damals in den Zeitschriften ebonie und so weiter zu sehen das ist dann einfach noch mal eine zusätzliche Ebene die das ermöglicht noch Frage ja vielen Dank für den tollen Film ich hänge jetzt an dem diese Kunst ist nicht nur für schwarzehm und dabei habe ich gedacht als habe ich mich gefragt wo die ganze Kunst landet ich habe nämlich gehört dass also dass sie of von schwarzen also von afroamerikanischen Schauspielern Musikerinnen also recht schnell aufgekauft wird also um deren privaten Sammlung zu vergrößen vielleicht können Sie dazu ein paar Worte sagen ja also ich denke deswegen ist das so wichtig dass Kuratoren und museumsleitungen und so weiter auch Galeristen sich darum kümmern dass sie mehr gezeigt werden also dass es nicht in so einem exklusiven Kreis bleibt wo Rapper sich dann so ein Bild leisten z.B ähm was glaube ich in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird äh eine Besonderheit finde ich ist dass viele dieser Maler inzwischen ähm andere Künstler in ihren Heimatländern unterstützen und da auch wirklich Strukturen geschaffen haben von dem Geld das sie hier verdienen äh Residenzen Ausstellungsmöglichkeiten Fortbildungsmöglichkeiten ähm die ja die Kunstszene äh aus ihren Heimatländern sehr stärkt und die auch zum Teil gerne ähm dann in Europa zeigen würden die dann aber mit diesem visaprem konfrontiert sind also da würde man sicher also da ist sicher noch ganz viel Potenzial was nicht gesehen ist und äh was ich sehr lohnen würde hier gezeigt zu werden aber was dann an diesen Geschichten scheitert noch Frage W sie w vi Fragen aber vi ich wollte nur noch sagen dass sie haben sie haben also ihr Konzept ganz anders gestaltet als es dann wegen wegen der Pandemie tatsächlich war ich kann es mir vor Stellen ich muss aber sagen ähm dass mit diese Art sich auf eine Galerie zu konzentrieren oder fast haben sie nicht ganz aber fast äh sehr einheitlich und sehr sympathisch vorkommt unter anderem auch deshalb weil natürlich in Amerika momentan egal wer solange sie schwarz sind können Sie alles ausstellen also die die Qualität ist ist wirklich sehr sehr relativ und sie haben hier dadurch dass sie mit dieser Galeristen gearbeitet haben haben sie wirklich den den Standard gehalten der Kunst als solche es ist ja ein ein Film über Kunst auch und ja wie man das dann wie sie gerade erwähnten noch mit dem sozialen Aspekt in Verbindung bringen zu nach dem Motto alles ist Kunst das wird das wird die Kunstgeschichte überhaupt erstmal jetzt angreifen müssen und deswegen haben sich dem Thema auch Jahrzehnte lang ausge äh ausgewichen weil sie nicht weil sie einfach noch keine Strukturen haben wie sie dafür überhaupt äh damit ja das das angehen sollen also das wollte ich noch kommentieren und danke das ist natürlich auch noch ein riesen Unterschied zwischen Europa und den USA wo ähm es viel entwickelter ist also es eine viel größere Szene gibt aber wie gesagt auch die glaube ich sich schon zerfranzt in so eine Beliebigkeit das ist genau richtig das kann gut sein mhm und ich fand auch interessant das habe ich jetzt hier nicht vertieft ich habe den Eindruck es sind sehr viel mehr Künstler aus anglophonen Ländern ähm ja so langsam in die Öffentlichkeit gekommen und werden gezeigt und fand deswegen auch die Marian Ibrahim interessant aus ganz vielen Gründen aber auch die hat ja den frankophonen Hintergrund im Grunde genommen die hat die Erfahrung aus Amerika weil sie in Chicago eine Galerie hat und ähm kann das ganz gut beurteilen und auch diese aus diesen Szenen schöpfen und ihr Ansatz ist ja in Paris ähm ein bisschen das nach Paris ein bisschen das zu bringen ähm was man auf der Straße sieht aber dort in wenigen Galerien oder Kunstinstitutionen da wir gerade über Galerien sprechen was ich ganz interessant finde an dem Beispiel dieser Galerie und ich mich eben fragt ob das nur der Eindruck ist die Tatsache dass vielleicht sich dadurch auch manche Künstler eben oder Künstlerinnen begegnen können die sich sonst vielleicht nie begegnen werden eben aus den verschiedenen Regionen und sprachlichen sprachlichen Regionen und das trägt dann vielleicht dann wieder dazu bei zu diesem diese Kunst universal zu machen ne also man bleibt eben nicht nur in einen so ein kleinen Bereich sondern es wird so miteinander weltweit miteinander verknüpft dass es sehr viel mehr sichtbarit Sichtbarkeit bekommt und eben auch sagen auf wenn ich jetzt sage auf dasselbe Level meine ich nicht in der Leist der künstlerischen Leistung aber einfach in der Sichtbarkeit im Zugang zu den zu den zu dem Museen und den und damit auch zu einem entsprechend breiten Publikum aber das also das das klang so an aber es war nicht so ganz deutlich vielleicht können Sie dazu noch ein bisschen was sagen weil sie haben ja vielleicht noch mehr Gespräche mit den Künstlern kann ja nicht alles im Film dann wieder umsetzen also das findet ganz sicher statt Marian Ibrahim hat ja auch vor einigen Monaten weitere f in Mexico City eröffnet die schwarzen südamerikanischen Künstler sind ja auch irgendwie unterbelichtet völlig unterbelichtet und ich fand auch interessant dass sie den Schritt gewagt hat und ich bekomme dann mit dass ich tatsächlich also zu den Eröffnungen reisen dann auch die Künstler die hier in deut oder Frankreich oder sonst wo ansässig sind die Reisen dann da auch an und treffen sich also das ist wirklich eine in dem Sinne wie sie es eben schon beschrieben haben eine sehr vernetzte Gemeinde also sie mach so ein Austauschen zwischen die Konz die in Europa sind und dann latinamerika gehen und das wirkt manchmal sehr familiär ja sie haben ja gesagt sie hatten erst ein ganz anderes Konzept vor Corona mich würde interessieren ja wie das aussah und was für KünstlerInnen da noch sozusagen in der auswall waren also da habe ich noch ein bisschen mehr so auf die prominenten Namen die wenigen Prominenten die es zu derzeit an schwarzen Künstlern gab gesetzt und ähm man muss ja auch immer ein Ansatzpunkt haben also wo Leute dann oder Redakteure oder wer auch immer Interesse daran finden und anweißen und m das war dann durch Corona nicht möglich weil es sehr viel mehr Beispiele aus Amerika waren und da ging ja gar nichts und dann [Musik] habe ich ir also es hat dann immer so weitergearbeitet wie kann ich an dem Thema dran bleiben was geht dann wieder dann habe ich es mehr nach Europa verlagert so hat sich das entwickelt ja sehen Sie denn auch Möglichkeiten diese Kunst auf dem afrikanischen Kontinent oder gibt's da Möglichkeiten die dort auszustellen oder vielleicht den Film auch zu zeigen oder die gibt es und zwar wirklich tatsächlich geschaffen durch z.B Michael Armitage hat ein Zentrum in Nairobi gegründet wo schon ständig Ausstellungen stattfinden wo er also kenjanische Künstler unterstützt ähm wo er was auch ganz wichtig ist ähm auch Fortbildungsmöglichkeiten anbietet Studienmöglichkeiten und so weiter ähm amako Bufo ich weiß nicht ob ich jetzt richtig ausgesprochen hab hat das gleiche in garna auch ein großes Zentrum vor kurzem eröffnet da tut sich eine Menge aber wie ich eben schon oder wiy der Barack Obama porträtiert hat hat im Senegal in DAK ein großes Zentrum was auch jetzt nicht nur für afrikanische Künstler sein soll wenn ich es richtig verstanden habe sondern wirklich global offen sein soll ähm da tut sich eine Menge wie weit die Sachen dann später bei uns gezeigt werden können oder ob man äh dann in die afrikanischen Länder reisen muss um sie zu sehen äh das hängt von den hiesigen Visabestimmungen zum großen Teil ab vielleicht eine abschließende Frage haben sie schon ein neues Projekt oder ist es zu früh also in dem Kontext habe ich noch kein neues Projekt ähm aber ich es schwören wieder so Dinge im Hinterkopf die noch reifen müssen ich kann es noch nicht wirklich sagen vielleicht hat es was zu tun mit dem mal gucken mit aber ich habe auf jeden Fall große Lust da dran zu bleiben ja ptug am Ende er hatte so ein bisschen über also er hat gesagt vielleicht er wird nicht in Zukunft mehr portrit malen weil er will sie immer sich entwickeln wie sehen sie dann diese nächste Schritt in diese neue Generation glauben sie das auch werden die Thema verändern oder das kann ich eigentlich gar nicht beurteilen denke ich weil das äh sich noch zu sehr entwickelt und ähm es war in der Vergangenheit so dass ich schwarze Künstler oft in die Abstraktion geflüchtet haben um nicht von vorne rein als schwarzeer abgestempelt zu sein und eine Chance auf dem Kunstmarkt zu haben und ich glaube jetzt wird noch sehr stark die Figuration ausgekostet sich eben selbst zu sehen und darzustellen aber da wird es wie auf jedem ander gebietentwicklung geben haben wir noch Fragen also ich habe keine Frage aber ich hatte so ein Problem mit diesem Begriff universell also es wurden nur afhrodiasporische würde ich mal sagen Künstlerinnen gezeigt und ich frage mich m wie universell ist das dann für schwarze Menschen die ja sehr diverse Realitäten haben und ich ich habe auch ein bisschen erwartet dass auch afrikanische Künstler die halt African based sind vielleicht auch gezeigt werden genau und ich wollte über diesen Griff halt fragen was ist es nicht das Problem dass diese ganzen weißen Künstler die auch meistens weiße auch Frauen prottiert haben dann das als universell gelten lassen also auch als universelle Schönheit und ist nicht das genau das Problem das ist eine schwierige Frage also ähm das erstmal kann ich sagen sind ja nicht nur ähm europäische Diaspora Künstler sondern es äh ist der Gerry gibsen Afroamerikaner da ähm dann ähm ist Michael amitad britisch kenjanisch der auch weitgehend in Kenia groß geworden ist aber dann äh seine Ausbildung äh in London zum größten Teil ähm erfahren hat ja ehrlich gesagt darf ich sagen bitte ohne Zweifel das haben sie natürlich ganz richtig gefragt äh und ich bin also mer im lateinamerikanischen äh Raum beschäftigt und ich habe z.B damals vor vielen vielen Jahren äh in München meine Magisterarbeit über guademaltekische Kunst machen wollen und man hat mich natürlich ausgelacht und diese diese Strukturen die sie eben angesprochen haben also diese repräsentationsbilder und die und die eurozentristische Sichtweise wird sich noch ein Stück hin hin ziehen aber auf der anderen Seite zeigt es genau da wer ein starker Künstler ist wer das also fähig ist zu durchbrechen und zu zeigen okay hey hier das ist das bin ich das ist meine Kunst hier bin ich aufgewachsen das ist meine Identität da wird sich dann sozusagen der spru vom Weizen wieder äh wieder weil man kann ja nicht alle Menschen ja man kann nicht alle Künstler Künstler sehen wird sich dann herauskristallisieren und Kinde wiy z.B hat schon einen einen Schritt getan er hat jetzt eine Ausstellung in San Francisco im Museum landschaftsmalerein ja ja aber auch Menschen aber ganz romantisch also ganz anders als diese repräsentativen Geschichten aber trotzdem wieder im eurozentristischen Sinne ja also eigentlich europäische Romantik Idee wie viel da wirklich von ihm selbst drin steckt können wir ja können wir nur raten ist eine Frage der Zeit also Peter UG ist Nigerianer Peter UG ja aber sind Köln basiert aber sie hat auch gefragt warum nicht m Kunst die in Afrika wohnen ja okay man muss ja irgendwie immer eine Auswahl treffen und sich begrenzen und weil ich es auch dann großenteils an Marian Ibrahim angebunden habe und weil ich eine Auswahl treffen musste und die stehen für verschiedene Aspekte also Shanon Lewis z.B für das Thema Migration Jerry gibs auch für den Aufstieg ähm ja jeder hat so sein sein bestimmtes Profil und sein Schwerpunkt und das kann man halt dann in so ein Film nicht endlos auffächern also das wäre sicherlich ein eigener Film dass man sich die afrikanischen Künstler in Heimatländern in ihren Heimatländern anguckt noch Fragens vielleicht nur kurzen Kommentar machen ich denke gerade so diese ersten Schritte wenn sich etwas so öffnet wie jetzt gerade die die Kunstszene in in Amerika und in Europa haben sie ganz häufig diasporische Künstlerinnen die die als Mediatoren dann auch funktionieren die das überhaupt erstmal öffnen anstoßen damit Zusagen auch das Publikum in den jeweiligen Orten überhaupt das Interesse dafür geweckt wird und dann sehen oh es gab eigentlich auch schon andere Ausstellung wie sehr häufig iberlieverhaus das mal nebenbei zu bemerken über afrikanische Künstlerinnen die in in afrikanischen Ländern arbeiten aber die sehr viel weniger sichtbar sind sehr häufig also nicht dass das nicht schon gegeben hätte wie im Haus der Kunst in München auch und in ganz vielen anderen Museen natürlich auch aber ich denke das es schon auch fand ich jedenfalls auch interessant zu sehen wie gerade diasporische Künstler dann auch häufig diese diese Brücke schlagen in verschiedenen in verschiedenen Richtungen ich das denke ich ist eine der wichtigsten Entwicklungen darf ich mal da jetzt sagen langsam zum Ende kommen müssen aber ich weiß nicht gibt es noch eine ganz dringende Frage oder einen Kommentar zum Schluss scheint gerade nicht der Fall zu sein dann dann darf ich erst noch mal danken dass sie hier waren und mit uns den Film diskutiert haben auch Frau Meer noch mal danken das Publikum ich würde Sie bitten ihnen noch mal zu danken mit einem Applaus danke herzlichen Dank [Applaus] und noch mal ganz kurz auf den Titel zurückzukommen fand ich sehr schön weil wir vorhin mehrfach diese Unmöglichkeit gesprochen haben dass Künstlerinnen eventuell nach Europa kommen könnten dieses yes we Ken so als Motto und vielleicht schauen ja doch auch manche die Einfluss auf sowas haben diesen Film demnächst und es wird sich vielleicht was ändern das wäre doch unsere Hoffnung dann würde ich auch ganz kurz noch gerne ein paar Dankesworte sprechen wenn ich darf zum einen Doris l die das alles für dann zusammen mit Art auf den Weg gebracht hat die SIT ich würde gerne Frau Greiner danken für das schöne Plakat also auch beide vom excellenzkustter und und ich würde auch gerne noch mal Markus Sponer der heute Abend wieder Kulturhaus hol vertritt die uns immer so freundlich empfangen und die Technik immer so wunderbar machen vielen Dank und ja dann noch mal vielen Dank für die Premiere herzlichen Dank fürs Kommen herzlichen Dank auch an sie noch mal und ja dann hoffe ich dass der Film eine sehr lange und erfolgreiche Karriere vor sich hat mit viel mit viel Rückspiel und Antworten herzlichen [Applaus] Dank [Musik]
Loading dashboard…
Knowledge Graph
Loading knowledge graph…